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Fußball 14.05.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Wieder fünf Tore: Eilbek II springt über den Strich

29. Spieltag: SC Eilbek II – TSV Eppendorf/GB 5:3 (1:0)

 

Zwei Spieltage vor dem Saisonende konnte der SC Eilbek II den Abstand auf das rettende Ufer auf zwei Punkte verkürzen. Im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen TSV Eppendorf/GB herrschten fantastische Rahmenbedingungen, der SCE konnte in seinem letzten Heimspiel auf Grand der Vereinsgeschichte auf bestem Untergrund auflaufen, dazu herrschte bei 25 Grad Kaiserwetter und Angreifer Marvin Schuster war in seinen neuen Kaiser-Schuhen ebenfalls voll motiviert. Nach dem Sieg gegen den Walddörfer SV musste Trainer Klaus Pablo Torgau auf zwei Positionen umstellen, David Feldmeier rückte für Steffen Heinrich in die Startelf, Fabian Krause vertrat den verletzten Daniele Tehrani.

 

Nach zwei kleinen Wacklern in der Defensive stabilisierte sich Eilbek früh im Spiel und so entwickelte sich eine Partie, in der Eilbek viel Tempo und Geduld aufbringen musste gegen einen Gegner, der seinen Abwehrriegel komplett in der eigenen Hälfte aufbaute. Gegen den massiven Abwehrverbund kam der SCE dennoch zu Torchancen, zunächst nach einer Standardsituation. Lammerts Ecke konnte Genia Rubin aus fünf Metern zentraler Position nicht mehr entscheidend drücken, sein Kopfball ging über die Querlatte. Weitere Schusschancen für Lammert in zweifacher Ausführung und Schuster brachten ebenfalls keinen Ertrag. Mit gutem Positionsspiel und offensivfreudigen Außenverteidigern stellte der SCE die Gäste immer wieder vor neue Herausforderungen, die 70% Ballbesitz führten aber auch nach einer halben Stunde noch immer nicht zum Tor.

 

Mit zunehmender Spielzeit verlagerte der SCE das Geschehen immer weiter in die gegnerische Hälfte, so dass Eilbeks Zentrum in Person von Bruchhäuser und Dehka das Spiel kontrollierte und dominierte. Einzig der finale Pass fehlte Eilbek noch zum Glück, doch das hohe Tempo und die Geduld wurde kurz vor der Pause belohnt. Nach einem guten Angriff über die rechte Seite legte Lammert die Kugel mit dem Rücken zum Tor ab und Pedram Dehka schoss von der Strafraumgrenze flach unten links ein. Die hochverdiente Führung brachte der SCE in die Kabine, wo man sich einig war, dass noch ein weiterer Treffer zwingend notwendig ist.

 

Der zweite Abschnitt sollte furios starten, denn binnen 186 Sekunden lag die Kugel gleich drei Mal im Netz. Nach einem mehr als fragwürdigen Freistoß für die Gäste waren Bruchhäuser und ein EGB-Spieler zeitgleich beim Kopfball, das Spielgerät tropfte wie ein Stein auf die Erde und Mika Siebler war im Nachsetzen der gierigste und hämmerte das Leder aus zwei Metern unter die Latte. Schockmoment für den SC Eilbek, der mit einem Remis die Abstiegsränge nicht verlassen würde. Doch wie schon gegen Hellbrook oder Wandsetal ließ sich der SCE durch den Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen und legte nach. Lammert legte nur 40 Sekunden später den Ball am Strafraumrand auf Krause ab, der ging zwei Schritte ins Zentrum und legte den Ball zum 2:1 ins lange Eck. Der „falsche Robben“ hatte in identischer Manier wie gegen Wandsetal schon zugeschlagen!

 

Und es kam noch besser für Eilbek, nicht einmal eine Minute nach Wiederanstoß hob Krause die Kugel über die Abwehrreihe auf Bruchhäuser, der per Vollspannstoß das 3:1 markierte. Nach 49:06 Minuten war der SCE wieder voll am Leben! Es spielte weiter nur der SCE nach vorne, den schönsten Spielzug der Saison über vier diagonale One-Touch-Pässen via Prigann, Lammert, Schuster und Krause landete im Strafraum beim mitgestarteten Linksverteidiger Feldmeier, der aber etwas zu lange brauchte, um seine Füße zu sortieren, so dass die Chance auf das Tor des Jahres dahin war.

 

Selbst nach dem 3:1 war der SCE weiter gierig und wollte nachlegen, und war stellenweise zu gierig. Der freigespielte Marvin Schuster hob den Ball aus halblinker Position mit ganz viel Gefühl über Keeper Hagemann, Zentimeter vor der Torlinie bugsierte Marius Bruchhäuser das Leder über die Linie zum 4:1, doch Bruchhäuser stand wohl im Abseits. Mehr als ärgerlich, da der Ball auch ohne weiteres Zutun die Linie überquert hätte. Mit dieser Szene gab es einen Bruch im Spiel des SCE, der bis dato 60 Minuten lang klar die bessere Mannschaft war.

 

So erzielte Viktor Neufeld nach etwas mehr als einer Stunde aus stark abseitsverdächtiger Position das 3:2 und nur drei Minuten später besorgte Mika Siebler nach einem kapitalen Rubin-Bock per Seitfallzieher den 3:3-Ausgleich. Der Absteiger präsentierte sich hier sportlich fair und wollte den SCE mit in die Kreisklasse schießen. Zehn Minuten lang verlor der SCE hier völlig den Faden und hatte Glück, dass Marcel Sechting mit den Fingerspitzen noch einen Kopfball um den Pfosten lenken konnte.

 

Mit Dahms und Hensch für Bruchhäuser und Kägeler brachte Torgau neue Impulse ins Spiel und wieder einmal sollten Eilbeks Joker stechen. Doch zunächst hatte Prigann aus zentraler Position nach Foul an Dehka eine gute Freistoßchance, der Schlenzer ging nur knapp am rechten Torpfosten vorbei. Dann war die Stunde von Artur Lammert gekommen, der nach 79 Minuten zwei Gegenspieler auf der linken Seite vernaschte und mit einer messerscharfen Hereingabe am zweiten Pfosten den eingewechselten Marius Hensch fand, der aus fünf Metern nur noch ins leere Tor schießen musste. Für Lammert war es in den letzten sechs Spielen die achte Torvorlage, Eilbeks Spielmacher läuft rechtzeitig zum Saisonfinale heiß.

 

In den letzten zehn Minuten gab es für die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste keine Torchance mehr, stattdessen machte Eilbek mit viel Verve spielend den Deckel drauf. Krause setzte auf der linken Seite Lammert in Szene und der beendete die Karriere seines Gegenspielers mit einem Tunnler und einem wuchtigen Schuss in die Maschen! 5:3 in der 88. Minute, zwei Mal zeigte der SCE herausragende Comeback-Qualitäten und gewinnt so verdient gegen den TSV Eppendorf/GB. Vor dem finalen Schlussakt steht der SCE auf einem Nicht-Abstiegsplatz mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Winterhude. Ein Dreier in der Sternschanze würde für den SCE den sicheren Klassenerhalt bedeuten.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, David Feldmeier – Marius Bruchhäuser (65. Dennis Dahms), Pedram Dehka (86. Jan Hesse) – Nils Kägeler (68. Marius Hensch), Artur Lammert, Fabian Krause – Marvin Schuster

 

Tore:

1:0 Pedram Dehka (40., Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Mika Siebler (47., Rechtsschuss)

2:1 Fabian Krause (49., Rechtsschuss, Lammert)

3:1 Marius Bruchhäuser (50., Rechtsschuss, Krause)

3:2 Viktor Neufeld (62., Rechtsschuss)

3:3 Mika Siebler (65., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

4:3 Marius Hensch (79., Rechtsschuss, Lammert)

5:3 Artur Lammert (88., Rechtsschuss, Krause)

 

Gelbe Karten:

Schuster - Neufeld

 

 

Schiedsrichter: Hamid Azdo (Note 3,5) – In einer fairen Partie nicht oft gefordert. Machte mit seinen Assistenten nicht immer einen eingespielten Eindruck.

Fußball 30.04.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Packendes Derby: 3:3 gegen Wandsetal

27. Spieltag: SC Eilbek II – TSV Wandsetal 3:3 (1:1)

 

Das Wandsbeker Derby im Saisonfinish elektrisierte die Menschenmassen, rund 150 Zuschauer fanden sich ein, Rekordkulisse für den SC Eilbek II. Während der SCE tief im Abstiegskampf steckt, hat der TSV Wandsetal die Bezirksliga im Blick und wollte im Auswärtsspiel am heimischen Stephansplatz den nächsten Big Point landen. Beim SCE stand Steffen Heinrich in der Startelf, für den Linksverteidiger war es das 100. Pflichtspiel in weiß-rot-grün, zudem stand Jan Hesse nach zweijähriger Verletzungsodyssee wieder im Kader.

 

Von Minute eins an sahen die Fans auf beiden Seiten ein intensives und rassiges Spiel, der exzellente Schiedsrichter Waigant ließ viel laufen und so konnte sich ein temporeiches Spiel entwickeln. Die ersten Halbchancen gehörten dem TSV Wandsetal, Tobias Witt zielte nach einer Ecke per Volleyabnahme neben das Gehäuse, wenig später war es wieder Witt, der Schultz aus der Distanz mit zu einer Flugparade zwang. Doch auch der SC Eilbek II spielte munter nach vorne und hatte durch Lammert in einer 4-gegen-3-Situation die Chance auf die Führung, doch kurz vorm einschussbereiten Rubin bekam Loitz noch die Fußspitze an den Ball.

 

Nach 20 Minuten rasselten Loitz und Rubin mit den Schädeln zusammen, mussten behandelt werden und den Platz kurz verlassen. Beim fälligen Freistoß für den SCE überrumpelte Sebastian Helm mit einem sehenswerten Ball auf Sven Prigann die schlafmützige Verteidigung, Priganns Flanke landete auf dem Schädel von Artur Lammert, der fünf Meter vor dem Tor völlig mutterseelenallein stand und zur Eilbeker Führung einköpfen konnte. Eilbek drängte auch danach weiter nach vorne, aber nach rund einer halben Stunde kamen die Gäste besser ins Spiel und erzielten nach 37 Minuten den Ausgleich. Einen Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Helm eigentlich aus  der Gefahrenzone, doch Tobias Witt ging volles Risiko und nahm die Kugel aus 25 Metern Vollspann aus der Luft und katapultierte das Leder ins Kreuzeck! Was für ein Tor!

 

In der Folge hatte Wandsetal bis zur Pause etwas Oberwasser, eine Hereingabe von Haury fälschte Helm unglücklich ab, Marc Schultz konnte den Abpraller gerade noch an den Innenpfosten lenken und Gyasi klärte letztlich auf der Linie. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die Kabinen und auch in Halbzeit zwei sollte die Intensität des Spiels nicht nachlassen. Marc Schultz hielt Eilbek nach Gromms Sololauf im Spiel, auf der Gegenseite fehlte Schuster nur eine Schuhgröße, um Keeper Kamke das Leder vom Fuß zu klauen. Nach 65 Minuten gab es eine Schrecksekunde, Prigann und Azami führten an der Seitenlinie einen packenden Zweikampf an dessen Ende Azami mit dem Rücken gegen das Geländer knallte. Ein paar Minuten und ein bisschen Eisspray später konnte Azami zum Glück weitermachen.

 

Zwanzig Minuten vor dem Ende ging Wandsetal nach schönem Doppelpass über rechts und Maßflanke ins Zentrum in Führung, denn der aufgerückte Loitz bekam das Leder direkt in den Fuß gespielt und knallte die Kugel an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball hinter die Linie sprang, 1:2 für den Favoriten. Es folgten zehn packende Minuten an der Stephanstraße, in der jeder der Zuschauer auf seine Kosten kam. Zunächst brachte Torgau mit Dahms und Hesse für Prigann und Dehka zwei frische Kräfte. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand spielten Lammert und Schuster einen Doppelpass an der Strafraumgrenze, der Abpraller landeten bei Fabian Krause, der von der linken Seiten den „Robben“ machte, zwei Schritte nach innen zog und von der Strafraumkante ins lange Eck schlenzte, 2:2 (77.).

 

Aber das sollte es noch lange nicht gewesen sein, nur drei Minuten später bekam Eilbek in aussichtsreicher Position einen Freistoß zugesprochen, Lammert traf aber nur die Mauer. Beim Abpraller gingen Lammert und der eingewechselte Guth zum Ball, Wandsetals Verteidiger war zuletzt mit dem Schienbeinschoner am Ball. Zum Entsetzen des SCE gab es Einwurf für Wandsetal, gegen eine noch aufgerückte Verteidigung hatte der TSV leichtes Spiel und am Ende hob Gromm die Kugel über Schultz hinweg zum 2:3. Doch Eilbeks Comebacker Jan Hesse fügte sich prächtig in die Partie ein und keine 60 Sekunden nach dem 2:3 fand er mit seiner gefühlvollen Maßflanke vom rechten Flügel Marvin Schuster, der per Kopf das 3:3 erzielte.

 

Auch nach dem sechsten Treffer des Tages war der Torhunger auf beiden Seiten nicht gestillt, mit offenem Visier kämpften beide Läger um das vierte eigene Tor, doch es sollte auf keiner Seite mehr fallen. In einem Klasse-Fußballspiel trennen sich Wandsetal und Eilbek leistungsgerecht unentschieden, der SCE verkürzt seinen Rückstand auf das rettende Ufer damit auf nur noch einen Zähler.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann (73. Jan Hesse), Sebastian Helm (83. Paul Großmann), Sören Sager, Steffen Heinrich – Genia Rubin, Pedram Dehka (73. Dennis Dahms) – Marvin Gyasi, Artur Lammert, Fabian Krause – Marvin Schuster

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (22., Kopfball, Prigann)

1:1 Tobias Witt (37., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:2 Marcel Loitz (71., Rechtsschuss)

2:2 Fabian Krause (77., Rechtsschuss, Lammert)

2:3 Sebastian Gromm (81., Rechtsschuss)

3:3 Marvin Schuster (82., Kopfball, Hesse)

 

Gelbe Karten:

Gyasi, Krause - Gromm

 

 

Schiedsrichter: Robert Waigant (Note 1,5) – Gewährte den Spielern die lange Leine, so dass sich ein packendes und rassiges, aber nie unfaires Spiel entwickeln konnte. Einziger Wermutstropfen der ansonsten vorzüglichen Leistung: der Einwurf vor dem 2:3 wäre für Eilbek gewesen.

Fußball 23.04.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Bruchhäuser sichert wichtigen Punkt in Winterhude

26. Spieltag: FC Winterhude - SC Eilbek II 2:2 (1:1)

 

Kaiserwetter im Sport-Duwe-Stadion in Alsterdorf am Freitag Abend, als der FC Winterhude im Kellerduell auf den SC Eilbek II traf. Blauer Himmel, 25 Grad und saftiger, grüner Rasen begrüßten die 22 Protagonisten für eine Partie, in der für beide Seiten verlieren verboten angesagt war. Eilbek mit drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Vorwoche, Sechting, Dahms und Schmidt rückten für Schultz (Liga), Sager (Urlaub) und Gyasi (Liga) in die Startelf.

 

Die in weiß-grün-grün gekleideten Eilbeker erwischten im 11 gegen 11 den klar besseren Start in die Partie und waren von Minute eins an tonangebend. Zwangsläufig dann auch die erste Torchance für die Gäste, als Schmidt nach langem Ball von Rubin nach sehenswerter Drehung das lange Eck nur knapp verfehlte. Eilbek feuerte aus allen Lagen, Heinrich und Feldmeier waren dem ersten Tor aus der Distanz nahe. Nach 19 Minuten gab es das erlösende 0:1, nach einem Einwurf von Lammert verlängerte Schuster mit dem Hinterkopf auf Dahms, der auf der Grundlinie noch einen Gegenspieler vernaschte und aus spitzem Winkel die Eilbeker Führung erzielte.

 

Diese währte jedoch nur acht Minuten, denn nach einem Freistoß von Naeem Ahmad kam Martin Juchheim völlig unbedrängt zum Kopfball und verlängerte mit der Stirn ins lange Eck zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich. Zwar hatte der SCE in der Folge durch eine Volleyabnahme von Hensch, die Wegrzynowski per Flugparade entschärfte, noch eine Großchancen, doch bis kurz vor den Pausenpfiff entwickelte sich viel Mittelfeldgeplänkel. Erst in der 43. Minute gab es wieder Aufregung, denn Benjamin Schmidt wurde an der Strafraumgrenze gelegt, der Tatort war wohl außerhalb des Strafraums. Winterhudes Innenverteidiger Sebastian Nohr war aufgrund des Pfiffs völlig außer sich und ließ sich zu einem Schubser gegen Schiedsrichter Feric hinreißen. Für Nohr war es die letzte Aktion der Partie, denn Feric musste Nohr mit der roten Karte des Feldes verweisen. Der anschließende Freistoß von Artur Lammert landete nur in der Mauer.

 

Doch noch immer war nicht Pause, denn diese durfte Winterhude nur noch zu neunt bestreiten. Der bereits gelb verwarnte Robin Durand schoss dem Schiedsrichter ein „mach doch mal die Augen auf“, welches dieser mit wenig Amüsement aufnahm und Durand per Ampelkarte zum Duschen schickte.

 

In der zweiten Halbzeit wollte Eilbek mit geduldigem Spiel die Lücken in der Winterhude Verteidigung finden und so den wichtigen Dreier mit an die Fichtestraße entführen. Doch immer wieder probierte es der SCE mit vielen hohen Bällen aus dem Zentrum in das Zentrum und vernachlässigte das schnelle, druckvolle Spiel mit flachen Bällen. Zudem zeigte man Schwächen in der Defensive, das 2:1 in der 52. Minute war symptomatisch für die Eilbeker Saison bisher. Eilbek verteidigt einen langen Ball in der einer 4:1-Situation, doch Kägeler köpft Prigann an, der Ball landet vor den Füßen von Neuaug, er sich aus 15 Metern artig bedankte und das umjubelte 2:1 für die Gastgeber erzielte.

 

Sollte der SCE zum zweiten Mal in dieser Saison mit 11 gegen 9 – wie schon daheim gegen Poppenbüttel – verlieren? Richtig gefährliche Chancen gab es lange Zeit nicht, eher setzte Winterhude mit Kontern die Nadelstiche. Einzig einen Distanzschuss von Steffen Heinrich musste Wegrzynowski mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Erst in der 83. Minute erlöste der eingewechselte Marius Bruchhäuser den SCE und erzielte immerhin den Ausgleich. Vorausgegangen war dem Treffer der erste vernünftige Spielzug des SCE, Bruchhäuser und Lammert spielten am Strafraumrand einen Doppelpass und Bruchhäuser schloss mit links ins kurze Eck ab.

 

 Eilbek spielte mittlerweile nach der zweiten Umstellung in einem 2-2-4-2 und hatte kurz vor dem Abpfiff noch die Chance auf den Sieg, doch Bruchhäusers Schuss aus 16 Metern rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Dreier auch durchaus schmeichelhaft gewesen. Der SCE behauptet sich auch nach dem Spieltag weiterhin auf einem Nicht-Abstiegsplatz, doch Winterhude und Eppendorf/GB lauern mit nur einem Punkt Rückstand direkt dahinter.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Nils Kägeler (57. Sebastian Helm), Sven Prigann, Genia Rubin, Steffen Heinrich – Dennis Dahms (82. Tobias Marschler), David Feldmeier (74. Marius Bruchhäuser) – Artur Lammert, Marvin Schuster, Marius Hensch – Benjamin Schmidt

 

Tore:

0:1 Dennis Dahms (19., Linksschuss, Schuster)

1:1 Martin Juchheim (27., Kopfball, Ahmad)

2:1 Nico Neuaug (52., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

2:2 Marius Bruchhäuser (83., Linksschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Ahmad, Dethlefs – Rubin, Lammert

 

Gelb-Rote Karte:

Robin Durand (45., Meckern)

 

Rote Karte:

Sebastian Nohr (43., grobe Unsportlichkeit)

 

Schiedsrichter: Ivan Feric (Note 3,5) – Hatte in einem kniffligen Spiel alle Hände voll zu tun. Der Platzverweis für Nohr war alternativlos, die Ampelkarte für Durand mit wenig Fingerspitzengefühl. Ebenso überzogen war die gelbe Karte für Lammert. Pfiff die zweite Halbzeit trotz etlicher Unterbrechungen nach 44:50 Minuten ab.

Fußball 16.04.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Dramatische Schlussphase: Eilbeks Joker stechen

25. Spieltag: SC Eilbek II – 1. FC Hellbrook 4:4 (1:1)

 

Dauerhafte Regenfälle seit dem Samstag brachten einige Personen ins Grübeln, ob denn die Partie an der Stephanstraße angepfiffen werden konnte. Doch Schiedsrichter Michael Linke wollte das Spiel sehr zum Wohlwollen beider Teams anpfeifen, nur bei Glatteis hätte der Referee einen Grund zum Nicht-Anpfiff gesehen. Zwar sollte das Geläuf schwer bespielbar sein, aber für diese Verhältnisse konnten die wenigen Zuschauer ein technisch anspruchsvolles, intensives Match sehen, das nie entschieden sein sollte.

 

Hellbrook erwischt den etwas besseren Start in die Partie, weil Eilbek Probleme im Anlaufen offenbarte und Spielmacher Ak immer wieder Freiräume bekam. Im so wichtigen Spiel für den SCE gab es schon nach neun Minuten den ersten Nackenschlag, nach einer abgewehrten Ecke verlor Sager Angreifer Eke Agu aus den Augen und der Nigerianer konnte unbedrängt aus fünf Metern zum 0:1 einköpfen. Doch von Niedergeschlagenheit keine Spur bei den Hausherren, stattdessen kombinierte Eilbek in der Folge munter nach vorne. So traf Marius Hensch nach sehenswertem Diagonalball von Gyasi nur die Latte, zuvor wurde er von hinten arg geklammert und Hellbrook hatte etwas Glück, dass Schiedsrichter Linke hier nur auf Vorteil und nicht auf Notbremse entschied.

 

Nach einer Viertelstunde war der SCE die klar bessere Mannschaft, Artur Lammert kam aus halblinker Position gleich zu einer Doppelchance, scheiterte aber erst an Keeper Baumgart und schoss dann über das Tor. Doch nach einer halben Stunde war der lang ersehnte Ausgleich fällig. Genia Rubin mit einer starken Balleroberung in der gegnerischen Hälfte und dann zauberte der eher für seine rustikale Spielweise bekannte Rubin einen Zuckerpass aus dem Fußgelenk auf den eingelaufenen Marvin Schuster, der vor dem Tor eiskalt blieb. Bis zum Seitenwechsel hatte Eilbek weiterhin mehr vom Spiel, im letzten Drittel fehlte dann aber ein wenig die Genauigkeit. Nach 44:10 pfiff Linke dann zur Pause, der Schiedsrichter hatte keine Stoppuhr zur Verfügung.

 

Weiter ging es im zweiten Abschnitt nur in eine Richtung, Baumgart konnte einen Freistoß von Lammert gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken, wenig später schoss Marvin Schuster aus aussichtsreicher Position links daneben. Kurz darauf stand Lammert nach Pass von Prigann auf einmal frei vor Baumgart, sein Heber über den Keeper aus 15 Metern senkte sich aber nur von oben auf das Tornetz. Die verdiente Führung ließ nicht lange auf sich warten, eine Lammert-Ecke landete vor den Füßen von Marius Hensch, der aus der Drehung trocken ins kurze Eck eindrosch. Für den Winterneuzugang war es das erste Saisontor, ein wichtiges dazu.

 

Allzu lange währte die Freude aber nicht, denn Eke Agu war nach einem Freistoß zum zweiten Mal zur Stelle, zwar klebte Sager an Agu, dieser sprang aber minimal höher und sein Kopfball senkte sich genau in den Giebel zum 2:2-Ausgleich. Wenig später hatte Agu nach Flanke vom rechten Flügel eine weitere Kopfballgelegenheit, doch dieses Mal konnte Marc Schultz den wenig druckvollen und platzierten Ball mühelos abwehren.

 

Der SCE spielte weiter fleißig nach vorne, doch Hellbrook lag nach 70 Minuten auf einmal in Front. Agu bekam den Ball an der Strafraumgrenze zugespielt, Kägeler und Prigann liefen ins Leere und Agu erzielte mit seinem dritten Treffer per Schlenzer das 2:3. Und es sollte noch dicker kommen, denn im Laufduell Prigann Agu versuchte Eilbeks Innenverteidiger den Ball abzugrätschen, doch Agu war noch irgendwie dazwischen und von der Strafraumkante hob er den Ball zum 2:4 in die Maschen. War dies eine Viertelstunde vor Schluss der K.O. für den SC Eilbek II?

 

Mitnichten! Eilbeks Trainer Torgau stellte auf ein offensives 3-2-3-2 um und Gyasi hatte sofort die Chance zum 3:4, doch am Elfmeterpunkt wurde er in zentraler Position mit einer sauberen Grätsche noch vom Ball getrennt. Fünf Minuten vor dem Ende setzte keiner mehr einen Pfifferling auf den SCE, doch nie müde und mutlos rannte Eilbek das Hellbrooker Tor an. Nach einem Steilpass von Prigann war der eingewechselte Paul Großmann frei durch und behielt vor dem Tor die Nerven, 3:4 (85.). Nur 180 Sekunden später klingelte es schon wieder im Tor von Hellbrook, nach einem Freistoß von Heinrich und einem Beingewirr war der ebenfalls eingewechselte Dennis Dahms der handlungsschnellste und bugsierte das Leder zum 4:4 über die Linie (88.).

 

Was war das für ein dramatisches Fußballspiel? Paul Großmann und Marvin Schuster hatten in der Nachspielzeit sogar noch die großen Chancen auf ein 5:4, doch am Ende blieb es beim 4:4, mit dem beide Trainer nur schwer leben können. Für über weite Strecken überlegene Eilbeker war deutlich mehr drin und der SCE hätte ohne weiteres 6-7 Tore erzielen müssen, Hellbrook-Trainer Patrick Sadownik war ob der späten 4:2-Führung und des Endstandes natürlich ebenfalls bedient. Für den SCE ist es ein Punkt für die Moral und die Tabelle, da alle Verfolger ohne Punkt blieben.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Nils Kägeler (78. Sebastian Helm), Sven Prigann, Sören Sager, Steffen Heinrich – Genia Rubin, David Feldmeier (83. Dennis Dahms) – Marvin Gyasi, Artur Lammert, Marius Hensch (70. Paul Großmann) – Marvin Schuster

 

Tore:

0:1 Eke Agu (9., Kopfball)

1:1 Marvin Schuster (28., Rechtsschuss, Rubin)

2:1 Marius Hensch (55., Linksschuss, Lammert)

2:2 Eke Agu (64., Kopfball)

2:3 Eke Agu (71., Rechtsschuss)

2:4 Eke Agu (75., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:4 Paul Großmann (85., Rechtsschuss, Prigann)

4:4 Dennis Dahms (88., Rechtsschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Ak, Losch

 

Schiedsrichter: Michael Linke (Note 2,5) – Sollte sich dringend eine Digitaluhr zulegen, ansonsten in einer fairen Partie ohne große Probleme. Knifflig einzig die Szene vor Hensch‘ Lattenschuss, wo ein deutliches Halten vorlag.

Fußball 26.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Niederlage in Überzahl

23. Spieltag: SC Eilbek II – VfL Hammonia 1:3 (1:0)

 

Zum ersten Mal musste der SC Eilbek II im Rahmen der Umbauarbeiten ein Heimspiel im Stadion Stephanstraße austragen, wo sonst der TSV Wandsetal zuhause ist. Die Spieler des TSV waren auch gleich zahlreich zu Gast und hofften, dass Eilbek dem Tabellenführer VfL Hammonia ein Bein stellen konnte. Lange Zeit waren dies berechtigte Hoffnungen.

 

Eine lange Zeit ereignisarme erste Halbzeit sollte kurz vor der Pause so richtig in Fahrt kommen. Bis dato kamen nur Dogu, der aus 16 Metern an Schultz scheiterte, und Latz nach einem Freistoß von Heinrich ansatzweise in Tornähe. Nach 40 Minuten musste Hammonia zweimal verletzungsbedingt tauschen, Bitkin und Rolfes konnten nicht weitermachen. In Minute 44 dezimierte sich der Tabellenführer nach einer tölpelhaften Aktion. Einen Meter vor den Augen des guten Schiedsrichters Chrubassik schlug Claudio Gonzalez Przygodda David Feldmeier an der Mittellinie ins Gesicht, der Feldverweis war nur die logische Folge. Schon im Hinspiel war der Chilene bei einer Tätlichkeit gegen Prigann unangenehm aufgefallen, durfte da jedoch ungestraft weiterspielen.

 

Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Eilbek nach Foulspiel an Sebastian Krohn aus 18 Metern zentraler Position eine gute Freistoßposition. Nils Barrasch nahm sich der Sache an und traf ins Torwarteck zur 1:0-Führung des SCE. Zur Pause sah alles nach einer Überraschung aus, Führung und ein Mann mehr.

 

Nach dem Seitenwechsel trat die Elf von Bakary Nije zielstrebiger auf und nutzte die erste richtige Torchance zum Ausgleich. Dogu setzte sich an der Strafraumkante gegen Heinrich durch, seine Hereingabe spitzelte Noah Seidel zwischen Kägeler und Latz aus Nahdistanz in die Maschen.

 

Eilbek schaffte es in Überzahl nicht ein kontrolliertes Spiel aufzubauen und wies im Passspiel eine sehr hohe Fehlerquote auf. Dennoch gab es nach einer Flanke vom linken Flügel die Chance für Burakcan Kurt, der per Volleyabnahme knapp über die Latte zielte. Ansonsten blieb per Strafraum lange für beide Seiten tabu, aus ein paar guten Diagonalbällen gegen eine weit verschiebende Hammonia-Abwehr konnte Eilbek keinen Profit schlagen.

 

Stattdessen leistete man sich Aussetzer in der Defensive, eine 1 gegen 3-Situation konnte Eilbek nicht verteidigen, am Ende der Fehlerkette stand Rubin zu weit von Dogu entfernt, der aus 16 Metern halbrechter Position genau Maß nahm und mit Hilfe des Innenpfostens zur Gäste-Führung traf. Und in Unterzahl hatte Hammonia nicht genug, Noah Seidel erzielte eine Viertelstunde vor Schluss den dritten Treffer mit einem Mann weniger.

 

Trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase muss man konstatieren: mit der Leistung der zweiten Hälfte hatte Eilbek keine Punkte verdient und verpasst damit abermals einen Big Point im Abstiegskampf. Ins Bild passte am Ende noch, dass Verteidiger Genia Rubin nach einer Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen wurde. Einziger Lichtblick: Durch das spielfreie Osterwochenende kann er im nächsten Spiel wieder mitspielen.

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Nils Kägeler, Genia Rubin, Philipp Latz (83. Sebastian Helm), Steffen Heinrich – David Feldmeier – Artur Lammert, Sebastian Krohn, Burakcan Kurt, Marius Hensch (67. Jörn Bengtsson) - Nils Barrasch

 

Tore:

1:0 Nils Barrasch (45., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Krohn)

1:1 Noah Seidel (46., Rechtsschuss, Dogu)

1:2 Hüdayi Dogu (68., Rechtsschuss)

1:3 Noah Seidel (78., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Kurt – Buyukli, Yasini

 

Rote Karten:

Claudio Gonzalez Przygodda (44., Tätlichkeit an Feldmeier)

Genia Rubin (88., Schiedsrichterbeleidigung)

 

Schiedsrichter: Carsten Chrubassik (Note 2,5) – Mit einer klaren, wenn auch sehr kleinlichen Linie. Unstrittig die Feldverweise für Gonzalez Przygodda und Rubin.

Fußball 18.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Zweite Nullnummer gegen Urania

22. Spieltag: SC Urania - SC Eilbek II 0:0

 

Zweites Spiel in der Fremde in Folge für den SCE, diesmal beim SC Urania, der sich wacker auf Platz 6 hält, letzte Aufstiegsbemühungen aber nach der Niederlage in der Vorwoche beerdigen musste. Eilbek muss im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt sammeln, das bittere 2:1 in der Schussminute in Bramfeld war mehr als ärgerlich.

 

An der Habichtstraße machte ein starker Wind ein gepflegtes Fußballspiel fast unmöglich. Schiedsrichter Wilkens vom Escheburger SV fragte die Kapitäne Rychlowski und Sager nach knapp 20 Minuten, ob er das Spiel abbrechen sollte, doch beide Teams wollten trotz der widrigen Bedingungen weitermachen. Urania in der ersten Halbzeit mit starkem Rückenwind, nur selten fand Eilbek konstruktiv aus der eigenen Hälfte heraus. Doch Torchancen gab es für die Hausherren bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts fast keine, lediglich einen zentral geschossenen Freistoß von Happich musste Keeper Marc Schultz abwehren.

 

Die besseren Chancen vor der Pause hatte Eilbek, Krause spielte Barrasch auf dem linken Flügel frei, der fand 16 Metern vor dem Tor in halblinker Position den Abschluss, doch Keeper Malmgren stand seinen Mann und konnte zur Ecke abwehren. Wenig später spielte Eilbek über Barrasch und Lammert einen blitzsauberen Konter, Lammert war 25 Meter vor dem Tor vor Malmgren am Ball, schoss das Leder aber am linken Pfosten vorbei.

 

Beiden Teams machte der enorm starke Wind zu schaffen, bei Urania geriet jeder Steilpass zu lang und bei Eilbek kam jeder lange Ball postwendend noch in der Luft zurück. Für Ästhetiker war dieses Spiel wahrlich nicht gemacht, Laufarbeit und Zweikämpfe prägten das Geschehen.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde die spielerische Qualität etwas höher, Happich brachte freistehend aus 13 Metern zentraler Position nur einen Kullerball zustande, kurze Zeit später scheiterte Mundstock an Marc Schultz, der das Leder aus Nahdistanz noch an den Pfosten lenken konnte. In einer weiterhin offenen Partie hatte Barrasch nach Kombination über Dahms, Feldmeier und Heinrich die Gästeführung auf dem Fuß, doch sein Schuss ging haarscharf am langen Pfosten vorbei.

 

Sieben Minuten vor dem Ende durfte Eilbek dann aber doch jubeln, nach einer Ecke von Heinrich stocherte Kapitän Sager das Leder über die Linie, aber nach kurzer Bedenkzeit entschied Schiedsrichter Wilkens auf Foul von Krause an Malmgren, so dass es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb. Wie schon im Hinspiel sahen die Zuschauer keine Treffer, Eilbek sammelte im Kampf gegen den Abstieg einen wertvollen Punkt, da die Konkurrenz im Keller komplett ohne Zähler blieb.

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Stephan Horn (76. Philipp Latz), Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms (87. Hannes Twardawa) – Jörn Bengtsson (72. Marius Bruchhäuser), David Feldmeier, Fabian Krause, Nils Barrasch – Artur Lammert

 

Tore:

Fehlanzeige

 

Gelbe Karten:

Happich, Uygar - Barrasch, Dahms

 

Schiedsrichter: Philipp Wilkens (Note 3) – In einer fairen Partie kaum gefordert, zückte dreimal unstrittiges gelb für taktische Foulspiele. Nicht geklärt werden kann, ob bei Sagers vermeintlichem 0:1 ein Foul an Keeper Malmgren vorlag.

Fußball 12.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Verpfiffen - Last-Minute-KO durch Martin

21. Spieltag: Bramfelder SV II - SC Eilbek II 2:1 (1:0)

 

Nach 92 Tagen Pflichtspielpause war es wieder soweit: nach keiner einzigen Trainingseinheit auf dem Ausweichplatz durfte der SC Eilbek II an der Bramfelder Ellernreihe antreten. Mit ein wenig Personalproblemen – die halbe Mannschaft befand sich im Skiurlaub oder war grippekrank – konnte Trainer Torgau dennoch eine absolut wettbewerbsfähige Elf aufstellen. In der Innenverteidigung musste der SCE improvisieren, Sven Prigann stellte sich an die Seite von Kapitän Sager.

 

Wie schon im Hinspiel (0:0) ging es sofort zur Sache, Schiedsrichter Rosinski war nach gerade einmal 60 Sekunden das erste Mal im Blickpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Gesla und Dehka trat der Bramfelder gegen den am Boden liegenden Dehka nach, doch statt dem berechtigten Platzverweis gab es nur eine Ermahnung. Schon im Hinspiel hatte der BSV nach fünf Minuten eine rote Karte wegen einer Tätlichkeit erhalten und auch hier hätte es soweit sein müssen.

 

Im fußballerischen Bereich hatte Bramfeld im ersten Abschnitt die Oberhand, Eilbek verteidigte arg tief und passiv und konnte sich nur selten befreien. Ein erster Distanzschuss von Tsoutsouras stellte Eilbeks Keeper Simon aber vor keine großen Probleme. Gefährlich wurden die Bramfelder vor allem über die Flügel, wo Oliver Martin und sein Gegenüber auf der linken Seite Michele Windisch einige Meter abrissen und im Dribbling immer wieder gefährlich waren.

 

Für einen kollektiven Herzinfarkt auf der Eilbeker Bank sorgte Sören Sager, der einen Rückpass unbedrängt am weit vor dem Tor stehenden Marco Simon vorbeispielte, zum Glück für den SCE aber auch am eigenen Tor. Nicht einmal ein halber Meter trennte Bramfeld hier von der Führung, die nach einer halben Stunde fallen sollte. Nach sehenswerter Kombination durchs Zentrum brachte Windisch von links eine scharfe Flanke in den Rücken der Eilbeker Verteidigung, am langen Pfosten hatte der eingelaufene Oliver Martin keine Mühe, um aus Nahdistanz das 1:0 für Bramfeld zu erzielen.

 

Eilbek wurde nach dem Rückstand etwas munterer und hatte nach Flanke von Bengtsson durch Bruchhäuser, Feldmeier und Lammert eine Dreifachchance, ein Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelhaft gewesen.

 

In der Halbzeit justierte der SCE seinen Spielaufbau und die offensiven Flügel und war auf einmal die bessere Mannschaft. Bruchhäuser verfehlte aus halbrechter Position den langen Pfosten nur knapp, wenig später war Stopper Schulzke aus sieben Metern gegen Krohn Sieger. Als Eilbek gerade anfing mit der Chancenverwertung zu hadern, fiel nach 57 Minuten der Ausgleich. Eine Hereingabe von Horn legte Krohn mit der Brust für Bruchhäuser ab, dessen Zuspiel fand Bengtsson, der sich fünf Meter vor dem Tor um seinen Gegenspieler drehte und ins kurze Eck zum 1:1 traf.

 

Eilbek hatte nun deutliches Oberwasser und diktierte das Geschehen, Sebastian Krohn wurde acht Meter vor dem Tor von Bramfelds Keeper Schulzke umgenagelt, doch Schiedsrichter Rosinski ließ weiterspielen. Die Eilbeker Bank war derweil außer sich und sollte es nicht zum letzten Mal sein.

 

Beide Teams wollten aus dieser ansehnlichen und stark umkämpften Kreisliga-Partie als Sieger vom Platz gehen und hatten ein offensives Visier aufgesetzt. Michele Windisch traf für Bramfeld aus spitzem Winkel nur den Pfosten, auf der Gegenseite wurde Bengtssons Schuss aus zehn Metern im letzten Moment geblockt.

 

Eilbek bekam in der Schlussphase immer mehr Räume angeboten, und hatte in der 85. Minute die große Chance zur Führung, nachdem der eingewechselte Tohme vom rechten Flügel Lammert bediente, Eilbeks Mittelstürmer wurde 18 Meter vor dem Tor jedoch von hinten in stumpfster Kostic-Manier über den Haufen gerannt. Und wieder blieb Rosinskis Pfeife nach dieser klaren Notbremse stumm. In der griechischen Liga wäre jetzt der Präsident mit der Waffe zum Schiedsrichter gerannt, nicht nur Eilbeks Trainer Torgau war fassungslos über diese Fehlentscheidung. Schiedsrichter-Assistent Yasar Aydin versuchte die Gemüter auf der SCE-Bank zu beruhigen, brauchte dafür all seine Erfahrung und ein wenig Zeit.

 

Zu allem Überfluss traf Bramfeld nach einem eigentlich ungefährlichen langen Ball in der Schlussminute zum Sieg. Oliver Martin setzte sich gegen Prigann und Horn, der sich noch über einen Ellenbogeneinsatz von Martin beklagte, durch und traf zum 2:1 ins lange Eck. Kollektiver Jubel beim BSV, blankes Entsetzen beim SCE. Eine bärenstarke zweite Halbzeit wurde nicht belohnt, eine Punkteteilung wäre nach diesem Klassefight mindestens berechtigt gewesen.

 

Gepunktet werden muss nun in der kommenden Woche beim SC Urania an der Habichtstraße, bei denen Torwart Frank Hertwig nach einem Platzverweis gegen den Walddörfer SV fehlen wird.

 

Aufstellung:

Marco Simon – Stephan Horn, Sven Prigann, Sören Sager, Steffen Heinrich – Pedram Dehka (70. Hannes Twardawa) – David Feldmeier (87. Marius Hensch), Marius Bruchhäuser (78. Kassem Tohme), Sebastian Krohn, Jörn Bengtsson – Artur Lammert

 

Tore:

1:0 Oliver Martin (32., Rechtsschuss, Windisch)

1:1 Jörn Bengtsson (57., Rechtsschuss, Bruchhäuser)

2:1 Oliver Martin (90., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Gesla, Martin – Prigann, Bruchhäuser, Dehka, Horn, Feldmeier, Lammert

 

Schiedsrichter: Dennis Rosinski (Note 6) – Eigentlich mit einer guten Spielleitung in einer intensiven Partie, vor allem mit guter Vorteilsauslegung. Benachteiligte den SCE in drei Schlüsselszenen: vergab für die Tätlichkeit von Gesla in der zweiten Minute keinen Platzverweis, untersagte Eilbek einen Strafstoß nachdem Schulzke Krohn abräumte und sah auch die glasklare Notbremse an Lammert nicht (85.).

Fußball 01.03.2018 von Thorsten Hirschberg

Generalabsage des HFV

Für dieses Wochenende sind vom HFV alle Punkt- und Freundschaftsspiele abgesagt worden.

Der Ball ruht also bis nächste Woche.

Fußball 04.02.2018 von Guenther Ladewig

1.B Junioren (2002/2003): Rekord verdächtig!!

Vorweg, wir haben 5:0 gegen Blau Weiß 96 verloren!

Von den 5 gefallenen Toren hat einer unser Spieler 3 Stück geschossen, dafür hat ein anderer Spieler beim Stande von 4:0  einen Foulelfmeter verballert. 3 Eigentore von einem Spieler in einem Spiel ist wohl in der langen Vereinsgeschichte des SC Eilbek noch nie vorgekommen. Somit wird dieses Spiel, bzw. dieser Spieler in die Annalen eingehen, wenn auch nicht positiv. Aber jeder hat mal einen sauschlechten Tag und der Spieler hat zugesagt, daß sich bei ihm so etwas nicht wiederholen wird.

 

Fußball 30.01.2018 von Monika Bohlin

Es ist mal wieder ENDRUNDEN - FINAL - ZEIT bei den SCE-Mädchen!!

Tolle Leistung, starke Gegner und: unsere B- und C-Mädchen stehen wieder im Finale um die Hamburger Futsal-Meisterschaft!!
Gratulation an unsere Mädchen und Erfolgstrainer Ali Jbara und Tony Mikkelsen!!
Im letzten Jahr als B-Mädchen kann Trainer Ali auf mittlerweile 8 Final-Teilnahmen schauen! Ein riesiger Erfolg für ihn und die Mädels!!
Von Anfang an dabei sind auch seine beiden Töchter Ranya und Yara.
Trainer Tony ist seit seinem Wirken im SCE auch jedes Jahr in der Finalrunde gewesen und hat diese Leistung mit 2 Hallenmeisterschaftstiteln noch getoppt! Auch hier ist seine Tochter Angelina von Beginn an dabei!!

Die Finalrunde beider Teams findet am Samstag, den 03. Februar 2018 in der
Johannes-Brahms-Halle
Fahltskamp 36
25421 Pinneberg

Unsere C-Mädchen starten um 10:00 Uhr und spielen gegen SC Victoria, HTB, SC Nienstedten, Komet Blankenese 2. und VfL Pinneberg.

Unsere B-Mädchen dürfen ab 15:00 Uhr gegen SC Condor 1., SC Condor 2., Walddörfer SV, Komet Blankenese und HTB ran.

Platz 1 und 2 der jeweiligen Altersgruppe nehmen an der Norddeutschen Futsalmeisterschaft 2018 am 24.02.2018 (C-Mädchen) und 25.02.2018 (B-Mädchen) in Salzhausen teil.

Auch wenn es außerhalb Hamburgs statt findet freuen sich die Mädels über jegliche Unterstützung!!

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