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Fußball 12.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Erfolgreicher Rückrundenstart - SCE weiter auf 3

16. Spieltag: SC Sternschanze IV - SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Was war das für eine Anstoßzeit in der Sternschanze? Samstagabend 20 Uhr, die eine Platzhälfte fast im Dunkeln liegend, und dazu noch große Personalsorgen beim SCE. Mit Feldmeier und Henning fehlten Torgau zwei Stammspieler wegen Gelb- bzw. Gelb-Rot-Sperre, dazu fehlten bis auf Prigann sämtliche Außenverteidiger, so dass Eilbeks Trainerteam bis kurz vor knapp an eine Systemänderung dachte, am Ende aber Dennis Dahms hinten links positionierte und im alt bewährten 4231 blieb. Auf der Bank saßen nur noch Großmann, zwei A-Jugendliche mit Hüyük und Ahadi und die erstmals seit Monaten nach Verletzung wieder im Kader, aber noch ohne Trainingseinheit in den Beinen, stehenden Galliani und Hensch.

 

Früh in der Partie übernahm Eilbek das Kommando und versuchte die tief stehenden Schanzer mit einem flachen Aufbauspiel zu überspielen. Ganz anders sah die Devise des SC Sternschanze IV aus, der sich mit Kone und Ouzeri aus dem Landesliga-Kader verstärkte und mit langen und hohen Bällen immer wieder Zielspieler Jan-Philipp Jacobsen finden wollten und dann sehr präsent bei den zweiten Bällen agierten.

 

Die ersten Torannäherungen gehörten dem SCE, nach einer Flanke von Christoglou zielte Prigann per Direktabnahme rechts vorbei, später war es Bruchhäuser, der im Strafraum über das Tor zielte. Nach einer Viertelstunde ging der Favorit verdient in Führung, nach einem Foulspiel an Krause gab es am Strafraumrand kurz vor der Seitenauslinie einen Freistoß, den Lammert hart und flach ins Zentrum brachte, wo Rubin und / oder ein Gegenspieler den Ball über die Linie drückten. Doch die Freude währte nur kurz, denn wieder einmal pennte Eilbek bei einer Standardsituation und Dennys Althof konnte eine Freistoßflanke am zweiten Pfosten ungehindert in die Maschen köpfen.

 

Der SCE ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und konnte nur zwei Minute später erneut in Führung gehen. Nach einer schnellen Kombination ging der Ball über Krause zu Walter, der heute als Mittelstürmer aufgestellte Vittorio Walter schoss aus 18 Metern flach unten links ein. Beim Tor gab es eine kurze Phase der Verwirrung, denn der Ball flog durch das Netz und hinten gegen den Zaun, Schiedsrichter Rocker gab das Tor richtigerweise.

 

Nach etwas mehr als einer halben Stunde rückte Assistentin Sosann El-Rawi in den Blickpunkt, denn Walter spielte einen Sahneball in den Lauf von Lammert, der allein auf das Tor lief und dann wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen wurde, doch Lammert startete deutlich drei Meter in der eigenen Hälfte. Zwei Minuten später hob El-Rawi wieder die Fahne, als Eilbek nach einem Abstoß eines Feldspielers das Kopfballduell im Mittelfeld gewann und der Ball wieder Richtung Lammert ging, der dieses Mal ca. 25 Meter nicht im Abseits stand.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es für Eilbek erneut einen Dämpfer, denn Ibrahim Kone konnte aus 20 Metern abziehen und Keeper Marc Schultz, der zwar noch mit der ganzen Hand am Ball war, konnte den Schuss nicht mehr um den Pfosten lenken und so stand es aus dem Nichts 2:2. Aufgrund der Eilbeker Spielkontrolle blieb es in der Halbzeitpause beim SCE sehr ruhig, für den einzigen Wermutstropfen sorgte Adrian Gehrke, der mit Rippenproblemen den Platz verlassen musste und durch Gaetano Galliani ersetzt wurde.

 

Eilbek startete in Abschnitt sehr temporeich, verteidigte sauber, spielte schnell nach vorne und der Gegner hatte nur noch das Nachsehen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte Vittorio Walter nach einem Tempodribbling Artur Lammert in der Schnittstelle bedienen, Eilbeks Spielmacher umkurvte Keeper Brinkmann und schoss dann aus spitzem Winkel trotz zweier Verteidiger auf der Torlinie mit Hilfe des Pfostens präzise zur dritten SCE-Führung ein. Nur fünf Minuten durfte Eilbek wieder jubeln, die Entstehung gleich einer Kopie des vorherigen Tores. Wieder dribbelte Walter vom linken Flügel ins Zentrum, bediente den in die Tiefe startenden Lammert, der von der Grundlinie den eingelaufenen Gaetano Galliani bediente, der dank eines guten Laufwegs locker zum 2:4 einschieben konnte. Für den SCE war es das fünfte Jokertor in der Liga in dieser Saison.

 

In der Folge verpasste Eilbek mit mehreren Großchancen den Deckel auf die Partie zu machen. Nach einer schönen Flanke von Christoglou stand Dahms auf einmal allein vor dem Tor, schob die Kugel aber links vorbei. Auch Innenverteidiger Sören Sager konnte die Kugel aus vier Metern nach einem Lammert-Freistoß nicht an Brinkmann vorbeibringen und Marius Bruchhäuser fehlte nach Lammert-Hereingabe eine Fußspitze für das fünfte Tor. Die Schlussviertelstunde wurde dann etwas wild, da Sternschanze alles nach vorne warf, Eilbek aber wie schon in der Vorwoche nicht sauber konterte. Wie gegen Paloma hatte Eilbek wieder eine 5 gegen 2-Situation nach einem schnell ausgeführten Freistoß, Keeper Brinkmann war von Walter schon umspielt, der dann zu Bruchhäuser passte, der zu Krause passen wollte, doch da nur noch Sternschanze-Spieler auf der Torlinie stand und der Torwart schon umspielt war, entschied Rocker auf Abseits.

 

So wurde es am Ende noch einmal eng, denn Eilbeks linke Seite war plötzlich defensiv verwaist und Prigann hatte nach der Flanke im Kopfballduell mit Jacobsen das Nachsehen, 3:4 fünf Minuten vor Schluss. Jacobsen traf damit in den letzten drei Spielen gegen den SCE. In der Schlussphase brannte beim SCE nichts mehr an, so dass man einen erfolgreichen Start in die Rückrunde feiert und Platz 3 in der Tabelle festigt.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Dennis Dahms – Adrian Gehrke (46. Gaetano Galliani), Chrisovalandis Christoglou – Marius Bruchhäuser, Artur Lammert (90. Yassin Ahadi), Fabian Krause – Vittorio Walter (90. Paul Großmann)

 

Tore:

0:1 Genia Rubin (16., Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Dennys Althof (23., Kopfball)

1:2 Vittorio Walter (25., Rechtsschuss, Krause)

2:2 Ibrahim Kone (38., Rechtsschuss)

2:3 Artur Lammert (50., Rechtsschuss, Walter)

2:4 Gaetano Galliani (55., Linksschuss, Lammert)

3:4 Jan-Philipp Jacobsen (85., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Mieta, Thomson

 

Schiedsrichter:

Franco Rocker (Note 2) – Hatte keinerlei Probleme und war sicherer Leiter, einzig Assistentin El-Rawi zeigte zwei abenteuerliche Abseitsentscheidungen an, wo Rocker seine Kollegin zumindest einmal überstimmte.

Fußball 12.11.2018 von Guenther Ladewig

1.B Junioren (2002/2003): Warten auf den 1. Sieg!

Es ist uns widerum nicht gelungen, den ersten Heimsieg ein zu fahren.Trotz Führung und diverser Chancen, das 2. bzw. dann das 3. Tor zu machen, sorgten Fehler in der Defensive für 3 Gegentore uns somit zu einem Ergebnis von 1:3. Wir bekommen zu viele Gegentore und lassen zuviele "Großchancen" liegen. Daran muß gearbeitet werden, damit endlich der Knoten platzt. Nächstes Spiel Samstag in Meiendorf.

Fußball 05.11.2018 von Guenther Ladewig

1.B Junioren (2002/2003): Es geht aufwärts mit der 1.B

Wir konnten zwar eine 2:1 Führung nur bis zur 75. Minute halten, um dann den Ausgleich zu kassieren, hatten aber genug Chancen, einen Auswärtssieg einfahren zu können.Natürlich trug der Schiedsrichter letztendlich nicht die Schuld des Punktverlustes, aber er brachte durch diverse Entscheidungen unser Team "durcheinander". Es gab einige gelbe Karten wegen Meckereien, die, wenn man einige Schiedsrichterentscheidungen von außen gesehen hat, verstehen kann. Grundsätzlich sollte man als Spieler jedoch wissen, daß sich einige Schiedsrichter wie "Gott" in Szene setzen, und mit dem ist nicht zu spaßen und kritisieren sollte man den auf keinen Fall. Wir haben aus 5 Spielen 3 Punkte geholt, sind aber nicht soweit abgeschlagen, daß nichts mehr gehen könnte. Nächstes Spiel am Samstag gegen den MSV. Mund abwischen,Kopf hoch und dann Heimsieg einfahren.

Fußball 05.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Dummheit bestraft - SCE nur 1:1 an der Brucknerstraße

15. Spieltag: USC Paloma III - SC Eilbek II 1:1 (0:0)

 

Mit nur einer Veränderung im Vergleich zum spektakulären 9:4 gegen den 1. FC Hellbrook startete der SC Eilbek II in die Partie an der Brucknerstraße. Gegen den Aufsteiger USC Paloma III ersetzte Adrian Gehrke den urlaubenden Marvin Schuster. Anders als in der Vorwoche stand der SCE über 90 Minuten sicher und dennoch gab es am Ende nur lange Gesichter.

 

Mit über 20 Minuten Verspätung konnte die Partie erst starten, aufgrund eines RTW-Einsatzes in einem der Vorspiele konnten die nachfolgenden Spiele alle nicht rechtzeitig beginnen, da die Spiele bei Paloma mit sehr wenig oder gar keinem Puffer angesetzt werden. Halbzeit eins ist schnell erzählt, Paloma mit optischen Vorteilen aufgrund erhöhter Ballbesitzanteile und Eilbek mit vielen Fehlern und Ungenauigkeiten im Aufbau, Großchancen suchte man vergebens. Bis zum Seitenwechsel gab es in einer sehr intensiven, aber nicht immer fehlerfreien Partie auf jeder Seite zwei Halbchancen. Zunächst war es für die ganz in blau gekleideten Tauben Shane Mohr Condron, der am zweiten Pfosten eine Flanke von Blou links neben das Tor köpfte und wenig später Marcel Sechting aus 20 Metern zu einer für den Eilbeker Keeper schönen Flugparade zwang.

 

Eilbek hatte sich nach 20 Minuten stabilisiert und spielte fortan auch weiter nach vorne und hatte durch Walters Direktabnahme nach Hereingabe von Tohme die erste kleinere Torchance. Quasi mit dem Seitenwechsel kombinierte sich Eilbek wieder gefährlich an den Strafraum, wo Lammert Dennis Dahms in zentraler Position fand und dieser mit freier Schussbahn abzog, doch das Tor knapp links verfehlte. Mit einem leistungsgerechten Remis aufgrund mangelnder Durchschlagskraft auf beiden Seiten und sehr stabilen Defensivreihen ging es in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel agierte Eilbek deutlich zielstrebiger und so ließen die ersten Chancen nicht lange auf sich warten. Zweimal war Eilbek nach einer Ecke dem Treffer nahe, zunächst konnte Witt Sagers Kopfball abwehren, dann wurde Sagers Schuss aus der Drehung noch leicht abgefälscht und landete am Lattenkreuz, den Nachschuss schoss Walter knapp vorbei. Spätestens nach einer Stunde hatte der SCE das Geschehen komplett unter Kontrolle, traf aber das Tor nicht. Eilbek spielte sich einmal mehr sehenswert durch den Strafraum, Vittorio Walter bekam das Leder an der Fünfmeterlinie zugespielt, stand völlig frei und konnte sich die Ecke aussuchen und schoss links vorbei. Unfassbar! Das hätte die Eilbeker Führung nach 70 Minuten sein müssen.

 

Lange hielt Paloma den Eilbeker Druck in Halbzeit zwei unbeschadet aus, in Minute 85 war es dann aber endlich so weit: Walter brachte vom Strafraumeck eine Flanke in den Strafraum, wo sich Eilbek in Überzahl positionierte, Lammert nahm die Kugel an und versenkte aus fünf Metern im kurzen Eck. Großer Jubel bei Eilbek und in der Nachspielzeit nahm Trainer Torgau mit Chuleck für Walter und Großmann für Lammert noch Zeit von der Uhr, so dass man dem Dreier ganz nah war.

 

Der eingewechselte Großmann hatte in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch die Möglichkeit nach Querpass von Henning auf 0:2 zu stellen, traf aber aus vier Metern das Tor nicht. Stattdessen bot sich Paloma in der vierten und letzten Minute der Nachspielzeit per Freistoß noch eine Gelegenheit, doch Eilbek wehrte ab und lief mit 5 gegen 2 auf das leere Tor, da Keeper Witt mit nach vorne gegangen war. Doch Großmann ging an der Mittellinie ohne Not ins Dribbling, verlor den Ball, Paloma spielte den Ball ein letztes Mal auf den linken Flügel, wo der ehemalige SCE-Jugendspieler Blou das Leder maßgenau auf Sven Hochstätter flankte, der per Kopfball den Innenpfosten traf, von wo aus der Ball die Linie überschreiten sollte. Riesige Jubeltraube beim USC, Frust beim SCE, Henning schlug mit der flachen Hand auf den ruhenden Ball und wurde dafür mit gelb-rot des Feldes verwiesen und fehlt ebenso wie David Feldmeier (Gelbsperre) in der kommenden Woche beim SC Sternschanze IV.

 

Völlig unnötig lässt der SCE den neunten Sieg der Serie liegen, spielt aber dennoch die beste Halbserie der Vereinsgeschichte und kann auf Platz 3 liegend mit breiter Brust in der kommenden Woche beim Tabellenletzten weitere Punkte einfahren.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou, Sören Sager, David Feldmeier – Dennis Dahms, Adrian Gehrke – Kassem Tohme, Artur Lammert (90. Paul Großmann), Vittorio Walter (88. Raphael Chuleck) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (85., Linksschuss, Walter)

1:1 Sven Hochstätter (90.+4, Kopfball, Blou)

 

Gelbe Karten:

Sedelies, Hochstätter, Mohr Condron – Prigann, Feldmeier, Dahms

 

Gelb-Rote Karte:

Marc Henning (90.+5, Unsportlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Ugur Eroglu (Note 3) – Hatte kein Gespann zur Verfügung und löste die meisten Situationen gut. Mit wenig Fingerspitzengefühl beim Platzverweis für Henning.

Fußball 29.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Fußball furios - SCE siegt bei Tor-Spektakel

14. Spieltag: SC Eilbek II – 1. FC Hellbrook 9:4 (6:3)

 

Eilbeks Ex-Coach Dennis Houillon war am Spieltag unter den Zuschauern an der Fichtestraße und betonte schon im Vorfeld, dass er ein Spektakel erwartet. Er sollte nicht enttäuscht werden. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll der Auftritt von Artur Lammert, der im PSG-Trainingsanzug ankam und schon vor dem Spiel posaunte, dass er spielen wird wie Neymar. 90 Minuten und 5 Tore später waren alle Kritiker von AL27 verstummt. Für Verwunderung sorgten vor dem Spiel zudem die Schuhe von Raphael Chuleck, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kam Chuleck mit bunten Crocs und ohne selbst gestrickte Socken zum Treffpunkt – Marvin Schuster verdrehte da nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Augen. Mit nur zwei Änderungen startete Eilbek, Christoglou ersetzte Rubin und Prigann begann für den überraschenderweise nur auf der Bank sitzenden Heinrich.

 

Der heutige Gegner 1. FC Hellbrook bekam im Sommer starken Zuwachs und landete mit den Talenten Gittkowsky und Ismailovic aus der Bramfelder A-Jugend einen echten Transfercoup. Die beiden 18-jährigen starteten auch in der Elf von Trainer Patrick Sadownik, Eilbek-Schreck Eke Agu saß dagegen nur auf der Bank. Im letzten Aufeinandertreffen erzielte Agu beim 4:4 alle Hellbrooker Treffer.

 

In den ersten fünf Minuten hatte Hellbrook einen guten Zugriff auf das Spiel und mit einem Distanzschuss den ersten Torschuss der Partie. Das Torfestival an der Fichtestraße sollte dann in Minute 9 durch Artur Lammert eröffnet werden, Tohme wurde auf dem rechten Flügel freigespielt, hatte alle Zeit der Welt zum Flanken, im Zentrum konnte Lammert diese zentral vor dem Tor völlig unbedrängt annehmen und aus sechs Metern zum 1:0 verwandeln. Eilbek spielte weiter munter nach vorne, erspielte sich dabei eine Vielzahl an Chancen, vergaß bisweilen aber auch die Konterabsicherung. Henning hatte früh das 2:0 für den SCE auf dem Fuß, umkurvte nach einem Steilpass noch Keeper Kreschtschuk, war dann aber in zu spitzem Winkel unterwegs und traf nur noch das Außennetz.

 

Nach 20 Minuten kam Hellbrook zum bis dahin recht schmeichelhaften Ausgleich. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze schoss Gittkowsky den Ball flach unter der Mauer, die warum auch immer hochsprang, Feldmeier fälschte das Leder noch gegen die Laufrichtung von Sechting ab und so kullerte der Ball zum 1:1 über die Linie. Doch keine zwei Minuten später war Eilbek schon wieder in Führung, Dahms hatte tief in der gegnerischen Hälfte das Leder energisch erobert und zog aus 20 Metern ab, Kreschtschuk konnte nur abklatschen lassen und Marc Henning war für den Abstauber da und erzielte das 2:1.

 

Spielerisch befreite sich der SCE immer wieder aus den Situation und Hellbrooks Dreierkette zeigte sich völlig überfordert von den Angriffen der Eilbeker, die quasi im Minutentakt auf die Reihe zurollten. So scheiterte Henning freistehend an Kreschtschuk und verpasste das 3:1, welches dann Artur Lammert in Minute 29 besorgte. Ein Hellbrooker spielte einen kapitalen Rückpass genau in die Füße von Henning, der vor dem Tor nur noch querlegen musste und Artur Lammert zitterte das Ding mit dem linken Fuß gerade noch so ins Tor. Und nach 32 Minuten klingelte es schon zum vierten Mal im Tor der Steilshooper, abermals war Tohme auf dem rechten Flügel frei durch und bediente Marvin Schuster, der Saisontor Nummer 7 markieren konnte. Eilbek ergaben sich so viele Freiräume und immer wieder konnte man das Tempo mit dem Ball am Fuß anziehen, das 5:1 durch Marc Henning nach Vorlage von Tohme war nur die logische Folge des druckvollen Spiels nach vorne. Mit dem 19. Saisontreffer übernahm Henning wieder die alleinige Führung in der Torjägerliste der Kreisliga 5 vor Duvenstedts Rochow und Artur Lammert.

 

Doch defensiv zeigte man sich nicht immer sattelfest, in Unterzahl – Losch lag verletzungsbedingt draußen – überspielte Hellbrook den SCE mit zwei simplen langen Bällen und zweimal war Ismailovic auf und davon und erzielte noch vor der Pause die Saisontreffer 11 und 12 und verkürzte auf nur noch 5:3. Noch immer war nicht Pause, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Marvin Schuster für Artur Lammert vor, so dass es mit einem 6:3 in die Kabinen ging.

 

Schon früh in der zweiten Hälfte war die Partie entschieden, denn nach einem Querpass von Henning musste Artur Lammert wieder einmal nur noch ins leere Tor einschieben. Auf der Gegenseite fädelte Ismailovic bei Dahms im Strafraum ein und holte so einen Strafstoß für seine Farben heraus,  Gittkowsky verwandelte unten links, Keeper Sechting bekam die Hand nicht mehr ganz hinter den Ball. Der SCE bot auch nach dem 7:4 weiter erfrischenden Fußball, Marc Henning scheiterte abermals an bemitleidenswerten Kreschtschuk und traf per Fuß dann auch nur den Pfosten. Hellbrooks Keeper konnte sich in der Folge weiter auszeichnen, Tohme Flanke nahm Vittorio Walter direkt aus der Luft, Kreschtschuk machte sich ganz lang und drehte das Leder mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke.

 

Für den achten Eilbeker Treffer sorgte Linksverteidiger David Feldmeier, der sich nach einem Tempolauf am Elfmeterpunkt wiederfand, durch die Schnittstelle von Marvin Schuster bedient wurde, die freie Wahl der Ecken hatte und sich für die linke entschied. Nach dem Treffer nahm Eilbek alle drei Wechsel vor, mit Yassin Ahadi feierte ein A-Jugendlicher und 2000er-Jahrgang sein Herrendebüt, auch Verteidiger Julian Pittelkow durfte die ersten Minuten in der Liga sammeln. Die Auswechslungen taten dem Spielfluss keinen Abbruch, Eilbek konnte in den Schlussminuten sogar noch nachlegen. Zum dritten Mal am Nachmittag legte Marc Henning für Artur Lammert auf, der in Minute 81 seinen Fünferpack feiern konnte.

 

Nach diesem furiosen Fußballspiel findet sich der SCE auf Rang 3 wieder und hat kurz vor dem Ende der Hinrunde schon mehr Punkte als in der gesamten Vorsaison auf dem Konto stehen.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou (75. Julian Pittelkow), Sören Sager, David Feldmeier – Dennis Dahms, Marvin Schuster (80. Raphael Chuleck) – Kassem Tohme (72. Yassin Ahadi), Artur Lammert, Vittorio Walter – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (9., Rechtsschuss, Tohme)

1:1 Aaron Gittkowsky (21., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

2:1 Marc Henning (23., Rechtsschuss, Dahms)

3:1 Artur Lammert (29., Linksschuss, Henning)

4:1 Marvin Schuster (32., Rechtsschuss, Tohme)

5:1 Marc Henning (42., Rechtsschuss, Tohme)

5:2 Denis Ismailovic (44., Rechtsschuss)

5:3 Denis Ismailovic (45., Rechtsschuss)

6:3 Artur Lammert (45.+1, Rechtsschuss, Schuster)

7:3 Artur Lammert (54., Rechtsschuss, Henning)

7:4 Aaron Gittkowsky (57., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dahms an Ismailovic)

8:4 David Feldmeier (70., Rechtsschuss, Schuster)

9:4 Artur Lammert (81., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Christoglou - Remane

 

Schiedsrichter:

Klaus Gogarten (Note 3) – Mit einem soliden Auftritt in einer fairen Partie, strittig einzig die Elfmeterentscheidung.

Fußball 29.10.2018 von Guenther Ladewig

1.B Junioren (2002/2003): 4. Spiel, 2. Punkt!

Nach 3:0 Rückstand zur Halbzeit gelang uns in einer Aufholjagd in der 2. Halbzeit ein letzlich hochverdientes 3:3. Die Moral in der Mannschaft stimmt, die Konzentration über 80 Min. , die Kondition, die Chancenverwertung und "Griffigkeit" sind noch ausbaufähig. Da unsere Gruppe sehr ausgeglichen ist, ist in den 6 Restspielen der Saison noch so ziemlich alles möglich.Nächstes Spiel gegen Mesopotamien,geschichtlich, das Land zwischen Euphrat und Tigris.

Fußball 22.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Niederlage beim Tabellenführer

13. Spieltag: Duvenstedter SV - SC Eilbek II 5:2 (2:1)

 

Topspiel in der Kreisliga 5, der verlustpunktfreie Tabellenführer vom Duvenstedter SV empfing am heimischen Puckaffer Weg den Tabellenzweiten vom SC Eilbek II. Beim SCE standen mit Rubin, Lammert und Walter für Christoglou, Horn und Bruchhäuser drei neue Spieler in der Anfangsformation.

 

Anders als in der Vorsaison hielt sich der SCE beim Anstoß der Duvenstedter schadlos und überstand den ersten Angriff. Doch schon nach sieben Minuten gab es die erste Großchance für Duvenstedt, Eilbeks Verteidigung spielte auf Abseits, Riemann war aber frei durch und scheiterte an Marcel Sechting. Doch bei der darauf folgenden Ecke sollte es das erste Mal klingeln, nach einem Eckstoß auf den zweiten Pfosten war Kutschke mit dem langen Bein vor Walter am Ball und traf mit der Pike zum 1:0. In einem äußerst lebhaften und gutklassigen Spiel hatte Duvenstedt den besseren Start und traf nach einer weiteren Ecke kurz darauf nur die Latte.

 

Doch auch der Eilbek beteiligte sich am munteren Offensivspiel, Feldmeier schob nach einer Lammert-Flanke das Leder unter Bedrängnis aus zentraler Position über die Latte. Nach 20 Minuten hatte Eilbek dann aber ausgeglichen, eine stramme Tohme-Ecke schädelte Genia Rubin unhaltbar ins lange Eck zum 1:1. In der Phase war Eilbek nun etwas besser, nach einer Kombination über Heinrich und Lammert zielte Vittorio Walter per Volley aus 15 Metern nur knapp rechts vorbei. Quasi im direkten Gegenzug wurde es im Eilbeker Strafraum knifflig, Rubin brachte Rochow im Strafraum ins Straucheln, der scheiterte beim Abschluss an Sechting, den freien Nachschuss eines weiteren Duvenstedters konnte Heinrich gerade noch von der Linie kratzen. Zur Überraschung und Unmut des SCE entschied Schiedsrichter Roolfs trotz Vorteilsauslegung und klaren Abschlüssen auf Strafstoß. Patrick Booker nahm sich der Sache an und verwandelte flach links, Keeper Sechting war zwar im richtigen Eck, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

 

In der Folge entwickelte sich weiterhin ein flottes Spiel in dem die Abwehrreihen die teils sehenswerten und schnell vorgetragenen Angriffe auf beiden Seiten gut im Griff hatten. Wie im Vorjahr ging es mit einem 2:1 für Duvenstedt in die Kabinen und wie im Vorjahr klingelte es schon in der ersten Minute der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Diagonalball gab es eine scharfe Flanke vom linken Flügel, die Niklas Joshua Rochow am zweiten Pfosten verwertete, Saisontreffer Nummer 18. Der SCE fand nun schwer nach vorne und hatte viele Ungenauigkeiten im Spiel und nach einer Stunde Spielzeit war die Partie entschieden. Nach etwas Wirrwarr im Eilbeker Strafraum war es am Ende Patrick Booker, der seinen Doppelpack markieren konnte.

 

Der Drops war damit gelutscht, nach einem Freistoß markierte Anton Klein völlig freistehend per Kopf das 5:1. In der Schlussphase feierte für Eilbek Raphael Chuleck noch sein Liga-Debüt und konnte kurz nach der Einwechslung mit zur Jubeltraube gehen. Tohme brachte die Kugel scharf hinter die Verteidigungsreihe, wo Artur Lammert in abseitsverdächtiger Position auf und davon war, Findeisen umkurvte und zum 5:2 einschob. Einziger Wermutstropfen auf Seiten der Hausherren: Mittelfeldspieler Tim Norden wurde nach einem Foulspiel etwas überhart mit der Ampelkarte vom Platz geworfen. In der achtminütigen Überzahl verpasste Dahms nach einem Freistoß des eingewechselten Christoglou eine weitere Kosmetik des Ergebnisses.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Genia Rubin (84. Chrisovalandis Christoglou), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Marvin Schuster – David Feldmeier (63. Marius Bruchhäuser), Artur Lammert, Vittorio Walter (77. Raphael Chuleck) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Lennart Kutschke (8., Rechtsschuss)

1:1 Genia Rubin (22., Kopfball, Tohme)

2:1 Patrick Booker (26., Foulelfmeter, Rechtsschuss)

3:1 Niklas Joshua Rochow (47., Rechtsschuss)

4:1 Patrick Booker (60., Rechtsschuss)

5:1 Anton Klein (73., Kopfball)

5:2 Artur Lammert (78., Rechtsschuss, Tohme)

 

Gelbe Karten:

Walter, Tohme, Henning, Lammert

 

Gelb-Rote Karte:

Tim Norden (83., Unsportlichkeit + Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Torsten Roolfs (Note 4) – Insgesamt zu kleinlich bei den Verwarnungen und hätte den Elfmeter nach klarer Vorteilsauslegung nicht mehr pfeifen dürfen.

Fußball 15.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Rabenschwarzer Tag für den SCE

12. Spieltag: SC Eilbek II – Hamburg Hurricanes 2:5 (0:2)

 

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der SC Eilbek II im Heimspiel gegen die Hamburg Hurricanes. Die Hiobsbotschaften gingen schon vor dem Spiel los, Flügelspieler Vittorio Walter musste kurzfristig passen, im Spiel bekam der SCE 45 Minuten lang kein Bein auf den Boden und verlor zudem noch per Verletzung Chrisovalandis Christoglou (Cut am Auge und Verdacht auf Gehirnerschütterung) und Sebastian Helm (Verdacht auf Syndemosebandriss). Für Helm dürfte das Kalenderjahr 2018 sportlich damit gelaufen sein. Mit Stenzel (Bänderriss im Sprunggelenk), Prigann (Brandverletzung), Marschler (Knieprobleme), Hesse (Bänderriss im Sprunggelenk), Hensch (Muskelfaserriss), Lammert (Handbruch) und Galliani (Rippenprellung) kann der SCE demnächst eine Reha-Abteilung gründen.

 

Im sportlichen Bereich trat der Aufsteiger Hamburg Hurricanes von Minuten 1 an fußballerisch sehenswert und aggressiv in den Zweikämpfen an. Eilbek nahm diese Spielweise überhaupt nicht an und lief in Halbzeit eins nur hinterher. Bereits nach einer Viertelstunde musste der SCE das erste Mal wechseln, Christoglou musste in der Innenverteidigung weichen, nach einem Kopfballduell hatte er den Hinterkopf des Gegenspielers gegen das Auge bekommen und erlitt einen blutenden Cut und musste zur Beobachtung ins Krankenhaus. Die Hurricanes hatten bis dato nur 15 Treffer in der Saison erzielt, aber man musste sich schon fragen, wie das sein konnte. Die in pink gekleideten Gäste agierten druckvoll und passsicher, während beim SCE hinten fast nur gebolzt wurde, es war die schlechteste Halbzeit der Saison. Völlig zu Recht gingen die Hurricanes nach 20 Minuten dann auch in Führung, einen Schuss aus 16 Metern konnte Marcel Sechting noch parieren, beim Abpraller war Mittelstürmer Moses Mpiriirwe am schnellsten und schob aus Nahdistanz zum 0:1 ein.

 

Vor allem im Zweikampf war der SCE viel zu zaghaft und reagierte bei zweiten Bällen im Kopf durchweg zu langsam. Nach dem ersten Treffer des Tages hatte Marc Henning die erste Eilbeker Chance aus halblinker Position, scheiterte aber am gut reagierenden James Schramm, der zur Ecke abwehren konnte. In der Folge gab es viel Mittelfeldgeplänkel und ein ausgeglichenes Spiel, die ganz großen Torchancen blieben Mitte der ersten Halbzeit aus. Kurz vor dem Seitenwechsel schlugen die Hurricanes ein zweites Mal zu, nach einer Flanke von der rechten Seite drückte Arteche Adrados das Leder unter Bedrängnis in die Maschen. Mit einem 0:2-Rückstand ging es in die Kabinen, doch Eilbek wusste, dass noch nichts entschieden war. In der laufenden Saison drehte man bereits gegen Reinbek II und Urania zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand in einen Sieg.

 

Mit Sebastian Helm für Marius Bruchhäuser wollte der SCE mehr Körperlichkeit ins Spiel bringen und startete nach der Pause wie ausgewechselt. Auf einmal gelangen viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte, man war präsent in den Zweikämpfen und spielte zielstrebig nach vorne. Schon drei Minuten nach dem Seitenwechsel kam Eilbek auch zum Anschlusstreffer, Tohme konnte sich auf dem rechten Flügel durchsetzen und Marvin Schuster setzte das Leder aus zehn Metern unter Mithilfe von Keeper Schramm ins Tor. England und seine Keeper ist ja eine Geschichte für sich.

 

Die Hurricanes versuchten aber nicht den Vorsprung über die Zeit zu retten, sondern spielten weiter nach vorne. Spielmacher Oscar Walet hatte nach einem Tempolauf die Chance auf das 1:3, doch Marcel Sechting parierte im eins gegen eins stark. Eilbek blieb also im Spiel und markierte nur fünf Minuten nach Walets Chance den Ausgleichstreffer. Nach einer Eckstoßvariante von Tohme köpfte Joker Sebastian Helm das Leder sehenswert und wuchtig ins lange Eck. Bei der Landung verletzte sich Helm, musste minutenlang behandelt werden und am Ende vom RTW ins Krankenhaus gebracht werden. Für Helm, der die Mannschaft in den 20 Minuten deutlich verstärkte, kam mit Adrian Gehrke der letzte Eilbeker Wechselspieler.

 

Der SCE hatte nun Oberwasser und hätte das 3:2 erzielen müssen. Gehrke und Henning kombinierten sich per Doppelpass in den Strafraum und Gehrke legte schlussendlich von der Grundlinie zurück auf Henning, der das Kunststück fertig brachte Keeper Schramm aus vier Metern freistehend in die Arme zu schießen. Teile des Eilbeker Anhangs waren hier schon zum Jubeln abgedreht. 15 Minuten vor Spielende hatte Hurricanes-Spielmacher Oscar Walet einen Geistesblitz und feuerte aus 20 Metern ansatzlos ins lange Eck, 2:3. Noch ehe der SCE sich richtig schütteln konnte, stand es 120 Sekunden später schon 2:4. Eine Flanke vom rechten Flügel köpfte Genia Rubin über den verdutzten Marcel Sechting an den Innenpfosten des langen Ecks, der Ball fand sich im Spiel wieder, aber der Schiedsrichterassistent zeigte Tor an. Eine richtige Entscheidung, denn der Ball mit viel Effet hatte die Torlinie zwischenzeitlich überschritten.

 

In Minute 85 verwandelte der eingewechselte Lukas Henkel noch einen Konter und brachte den Auswärtssieg der Hurricanes unter Dach und Fach. Eilbek verschlief die erste Halbzeit völlig und litt im zweiten Abschnitt unter Pleiten, Pech, Pannen und Verletzungen. Aufgrund der Farmsener Niederlage bleibt der SCE und muss sich im Topspiel bei Tabellenführer Duvenstedt in der kommenden Woche deutlich strecken, um dort Punkte zu entführen.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Stephan Horn, Chrisovalandis Christoglou (16. Genia Rubin), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Marvin Schuster – Kassem Tohme, Marius Bruchhäuser (46. Sebastian Helm (67. Adrian Gehrke)), David Feldmeier – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Moses Mpiriirwe (21., Rechtsschuss)

0:2 Juan Arteche Adrados (43., Rechtsschuss)

1:2 Marvin Schuster (48., Rechtsschuss, Tohme)

2:2 Sebastian Helm (64., Rechtsschuss, Tohme)

2:3 Oscar Walet (77., Rechtsschuss)

2:4 Genia Rubin (79., Eigentor, Kopfball)

2:5 Lukas Henkel (85., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Rubin – Boyce, Mpiriirwe, Henkel

 

Schiedsrichter:

Sohail Sasani (Note 2) – Hatte eine lange Leine und eine konsequente Linie über die gesamte Spielzeit. Die Verwarnungen waren allesamt unstrittig.

Fußball 08.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Reife Leistung bringt den nächsten Dreier

11. Spieltag: Walddörfer SV - SC Eilbek II 1:2 (1:1)

 

Unter der Woche erlitt der SC Eilbek II das Pokal-Aus im Holsten-Pokal und kann sich nun voll auf die Liga konzentrieren. Mit Sechting, Rubin, Feldmeier, Gehrke und Galliani für Schultz, Christoglou, Bruchhäuser, Tohme und Krause nahm Torgau gleich fünf Wechsel im Vergleich zum Alsterbrüder-Spiel vor.

 

Bei bestem Oktober-Wetter, 14 Grad und Sonnenschein, hatte der SCE im ersten Abschnitt mehr Ballbesitz, was schon vor der Partie zu erwarten war. Gegen einen defensiv kompakt stehenden Gegner war Geduld gefragt, die der SCE mitbrachte. Der WSV machte in den ersten zwanzig Minuten mit drei Distanzschüssen neben das Tor auf sich aufmerksam, kam aber nicht gefährlich in den Strafraum. Auf der Gegenseite sah das ähnlich aus, so dass sich ein Spiel im Mittelfeld entwickelte. Die erste nennenswerte Halbchance der Partie hatte Knaus, dessen Freistoß aus 23 Metern Marcel Sechting im kurzen Eck ohne Mühe festhalten konnte.

 

Mit dem ersten sauber durchkombinierten Spielzug nach einer halben Stunde ging der SCE in Führung. Über die linke Seite brachte Eilbek einmal Tempo ins Spiel, über Heinrich gelangte die Kugel zu Henning, der mit David Feldmeier einen Doppelpass in den Strafraum spielte und Torhüter Daniel Jäger mit der Pike im kurzen Eck überwinden konnte. Für den ehemaligen Walddörfer war es schon der siebtzehnte Treffer in der Liga in der laufenden Spielzeit. Doch die Eilbeker Führung sollte nicht lange währen, denn Genia Rubin spielte einen Rückpass in den Lauf des spekulierenden Finn Braatz, der nach der Ballannahme noch ein paar Meter gehen konnte und Sechting mit einem Flachschuss zum 1:1 überwinden konnte.

 

Noch vor dem Seitenwechsel hatte Eilbek die erneute Chance auf die Führung, Marvin Schuster eroberte tief in der gegnerischen Hälfte den Ball und brachte das Leder vom rechten Flügel scharf rein, Marc Henning ließ für Dennis Dahms tropfen, der aus 16 Metern zentraler Position knapp über die Latte schoss.

 

In der Pause wechselte WSV-Coach Gottschalk doppelt, Schniewind und Sander kamen für Hamelmann und Hasselmann in die Partie. Der SCE spielte unverändert weiter und musste weiter die Freiräume in der WSV-Defensive suchen. Nach einem Missverständnis zwischen einem WSV-Torjäger und Keeper Jäger konnte letzterer die Kugel gerade noch vor Henning wegspitzeln, Schusters Versuch auf das leere Tor aus 40 Metern ging rechts daneben. Glück hatte der SCE als Bahmer eine Ecke von der linken Seite aus fünf Metern neben das Tor köpfte und es so beim Remis blieb.

 

Mit Bruchhäuser für Gehrke wollte der SCE die Offensive noch einmal stärken und die Einwechslung sollte acht Minuten vor dem Ende fruchten. Henning setzte Dahms auf dem linken Flügel in Szene, dessen Hereingabe ließ Bruchhäuser am zweiten Pfosten auf Marvin Schuster prallen und Eilbeks Zehner schoss aus sieben Metern zentraler Position freistehend unter die Latte zum 1:2 ein. Wenig später hätte Eilbek nach einem Konter den Deckel drauf machen müssen, Rechtsverteidiger Prigann lief allen Gegnern auf der linken Seite weg, seine Hereingabe auf Marvin Schuster gelang optimal, doch bei der Annahme zeigte Schuster technische Mängel, so dass Jäger Schusters anschließenden Schuss per Fußparade abwehren konnte. Das hätte das 1:3 sein müssen, denn neben Schuster standen rechts Bruchhäuser und links Henning völlig und einschussbereit frei.

 

So musste Eilbek in den Schlussminuten und der vierminütigen Nachspielzeit noch einige Standardsituationen gegen sich abwehren. In der zweiten Minute der Nachspielzeit wackelte das SCE-Tor, denn Braatz hatte mit einem wuchtigen Freistoß aus rund 25 Metern nur die Latte getroffen, Marcel Sechting wäre wohl zur Stelle gewesen. Der SCE zeigte über weite Teile des Spiels eine reife Leistung, die einen wichtigen Dreier beim Tabellenfünften ermöglicht. Auf Platz 2 stehend trennen Eilbek nun schon vier Punkte von Platz 4 und acht Punkte von Platz 5.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier – Adrian Gehrke (62. Marius Bruchhäuser), Marvin Schuster, Gaetano Galliani (71. Sebastian Helm) – Marc Henning (90. Stephan Horn)

 

Tore:

0:1 Marc Henning (32., Rechtsschuss, Feldmeier)

1:1 Finn Braatz (36., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

1:2 Marvin Schuster (83., Rechtsschuss, Bruchhäuser)

 

Gelbe Karten:

Bahmer, Troitzsch – Galliani, Feldmeier, Rubin

 

Schiedsrichter:

Claus-Dieter Köhler (Note 2) – Umsichtiger Leiter einer fairen Partie.

Fußball 04.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Pokal-Aus in Runde 4: Alsterbrüder souverän

4. Runde Holsten-Pokal: SC Eilbek II – FC Alsterbrüder II 0:5 (0:2)

 

Erstmals stand der SC Eilbek II in der vierten Runde des Holsten-Pokals und traf dort auf keinen geringeren als den Vorjahres-Finalisten vom FC Alsterbrüder II. Eilbeks Trainer Torgau musste offensiv mit Lammert (Handverletzung) und Walter (Urlaub) auf zwei seiner Pokal-Topscorer verzichten, in der Defensive baute er auf die erfolgreiche Viererkette, die drei Tage zuvor gegen UH-Adler II keine Großchancen zuließ. Im Tor rotierte zudem Pokaltorhüter Marc Schultz für Marcel Sechting rein.

 

Die Fichtestraße bot am Tag der deutschen Einheit eine tolle Kulisse, mit Einlaufkindern aus der HSV-Fußballschule wurden die 104 Zuschauer begrüßt. Der große Gästeanhang zeigte sich während des Spiels sanges- und trinkfreudig und sollte am Ende durchaus Grund zum Jubeln finden. Alsterbrüder begann sehr forsch und brachte gleich zum Anfang der Partie zwei gefährliche Eckstöße in den Eilbeker Strafraum, wobei einer Freund und Feind knapp verpasste und der andere über das Tor gesetzt wurde. Mit zwei weiteren Abschlüssen aus der zweiten Reihe näherten sich die Gäste dem Tor der Eilbeker früh an, der SCE hatte in den ersten zehn Minuten Probleme konstruktiv nach vorne zu spielen.

 

Doch auch Eilbek kam nach Standardsituationen zum Abschluss, Heinrich und wenig später Henning kamen nach zwei Varianten an den Ball, verpassten aber ebenso einen Treffer. Den konnten die Zuschauer einer gutklassigen Partie zweier Kreisligisten nach 17 Minuten bestaunen. Die Eilbeker Defensive war nach einem Fehler im Aufbau einen Moment lang unsortiert, ein Pass gelangte über die Innenverteidiger auf den aus dem linken Halbraum gestarteten Sönke Folkert Schal und der Angreifer hob die Kugel aus 18 Metern mit dem Knie über Keeper Marc Schultz zur umjubelten Gäste-Führung ein.

 

Eilbek fand nun besser in die Partie, hatte etwas mehr Spielanteile und nach 25 Minuten eine richtig gute Chance: Fabian Krause machte vom linken Flügel abermals den Robben, seinen tückischen Aufsetzer aus 20 Metern ins lange Eck konnte Torsteher Fynn Laufer um den Pfosten lenken. In der Phase als der SCE nun erstarkte schossen die Alsterbrüder den zweiten Treffer des Tages. Innenverteidiger Christoglou fabrizierte vor dem eigenen Strafraum einen haarsträubenden Fehlpass, Algner nahm die Kugel lauf, ging in den Strafraum und legte auf den mitgelaufenen Sönke Folkert Schal quer und der Angreifer erzielte ohne Mühen seinen zweiten Treffer des Tages.

 

Es sollte aber noch nicht die endgültige Entscheidung sein und wehrte sich nach Kräften, fast mit dem Pausenpfiff schädelte Steffen Heinrich einen Christoglou-Freistoß nur Zentimeter neben das Tor. Zur Pause musste der gelb-rot-gefährdete Dennis Dahms das Feld räumen, für ihn kam David Feldmeier in die Partie. Alsterbrüder wurde nun deutlich früher attackiert und so hatte der SCE in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit einen guten Zugriff und verlagerte das Geschehen in die Hälfte der gelb-blauen. Der nach einer Stunde eingewechselte Gaetano Galliani kam zwei Minuten nach seiner Einwechslung gleich zu einer guten Schusschance, Henning legte auf Galliani am Strafraumrand ab, doch wieder konnte Laufer den Schlenzer auf das lange Eck parieren.

 

Eilbek musste eine halbe Stunde vor Schluss in diesem K.O.-Spiel nun deutlich mehr investieren, bekam selbigen aber in Minute 65. Christoglou nahm einem Alsterbrüder-Akteur die Kugel vom Fuß und Schiedsrichter Königstein entschied zum Entsetzen aller auf Strafstoß und verzichtete auf den Videobeweis bei AUS.TV. Beim Penalty von Hogrebe war Schultz in der richtigen Ecke, gegen den strammen Schuss am Ende aber doch machtlos. Der SCE war nun demoralisiert und kassierte nach einer Flanke vom linken Flügel sechs Minuten später das 0:4. Linus Mende soll der Torschütze gewesen sein, doch dieser köpfte im Getümmel seinen am Boden liegenden und sich wohl im Abseits befindlichen Gegenspieler an, bevor der Ball zum 0:4 über die Linie kullerte.

 

Für Eilbek sollte heute kein Treffer fallen, auch bei einer Direktabnahme von Henning nach Flanke von Tohme war Laufer unüberwindbar, wenig später konnte sich Laufer erneut gegen Henning behaupten. Auf der Gegenseite konnte Schultz zunächst im Eins gegen Eins den fünften Einschlag verhindern, den fünf Minuten vor dem Ende nach einem Konter der überragende Sönke Folkert Schal besorgte. In der Schlussminute kam dann auch noch ein wenig Pech dazu, Laufer nahm am Fünfmeterraum einen 40-Meter-Rückpass in die Hand verwehrte dem SCE einen indirekten Freistoß in Tornähe.

Die Alsterbrüder stehen nach einem sehr guten Auftritt im Achtelfinale des Holsten-Pokals, der SCE kann sich nun komplett auf die Liga fokussieren.

 

Das Weiterkommen der Gäste geht am Ende völlig in Ordnung, auch wenn das Ergebnis viel zu hoch ausfällt und die Spielanteile nicht widerspiegelt. Eilbek muss den vielen Aufbaufehlern, vor allem vor Pause, Tribut zollen und brach nach dem Elfmeter ein wenig zusammen.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms (46. David Feldmeier), Marvin Schuster (70. Adrian Gehrke) – Kassem Tohme, Marius Bruchhäuser (60. Gaetano Galliani), Fabian Krause – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Sönke Folkert Schal (17., rechtes Knie)

0:2 Sönke Folkert Schal (31., Rechtsschuss)

0:3 Tobit Hogrebe (65., Foulelfmeter, Rechtsschuss)

0:4 Linus Paul Mende (71., Kopfball)

0:5 Sönke Folkert Schal (85., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Dahms, Christoglou

 

Schiedsrichter:

Heiko Königstein (Note 4,5) – Machte 60 Minuten einen sehr starken Eindruck, danach entglitt ihm die Partie ein wenig. Fehlerhaft die Elfmeterentscheidung, übersah die Abseitsstellung bzw. den Kontakt beim 0:4 und übersah den Rückpass in Minute 90.

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