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Fußball 16.04.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Dramatische Schlussphase: Eilbeks Joker stechen

25. Spieltag: SC Eilbek II – 1. FC Hellbrook 4:4 (1:1)

 

Dauerhafte Regenfälle seit dem Samstag brachten einige Personen ins Grübeln, ob denn die Partie an der Stephanstraße angepfiffen werden konnte. Doch Schiedsrichter Michael Linke wollte das Spiel sehr zum Wohlwollen beider Teams anpfeifen, nur bei Glatteis hätte der Referee einen Grund zum Nicht-Anpfiff gesehen. Zwar sollte das Geläuf schwer bespielbar sein, aber für diese Verhältnisse konnten die wenigen Zuschauer ein technisch anspruchsvolles, intensives Match sehen, das nie entschieden sein sollte.

 

Hellbrook erwischt den etwas besseren Start in die Partie, weil Eilbek Probleme im Anlaufen offenbarte und Spielmacher Ak immer wieder Freiräume bekam. Im so wichtigen Spiel für den SCE gab es schon nach neun Minuten den ersten Nackenschlag, nach einer abgewehrten Ecke verlor Sager Angreifer Eke Agu aus den Augen und der Nigerianer konnte unbedrängt aus fünf Metern zum 0:1 einköpfen. Doch von Niedergeschlagenheit keine Spur bei den Hausherren, stattdessen kombinierte Eilbek in der Folge munter nach vorne. So traf Marius Hensch nach sehenswertem Diagonalball von Gyasi nur die Latte, zuvor wurde er von hinten arg geklammert und Hellbrook hatte etwas Glück, dass Schiedsrichter Linke hier nur auf Vorteil und nicht auf Notbremse entschied.

 

Nach einer Viertelstunde war der SCE die klar bessere Mannschaft, Artur Lammert kam aus halblinker Position gleich zu einer Doppelchance, scheiterte aber erst an Keeper Baumgart und schoss dann über das Tor. Doch nach einer halben Stunde war der lang ersehnte Ausgleich fällig. Genia Rubin mit einer starken Balleroberung in der gegnerischen Hälfte und dann zauberte der eher für seine rustikale Spielweise bekannte Rubin einen Zuckerpass aus dem Fußgelenk auf den eingelaufenen Marvin Schuster, der vor dem Tor eiskalt blieb. Bis zum Seitenwechsel hatte Eilbek weiterhin mehr vom Spiel, im letzten Drittel fehlte dann aber ein wenig die Genauigkeit. Nach 44:10 pfiff Linke dann zur Pause, der Schiedsrichter hatte keine Stoppuhr zur Verfügung.

 

Weiter ging es im zweiten Abschnitt nur in eine Richtung, Baumgart konnte einen Freistoß von Lammert gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken, wenig später schoss Marvin Schuster aus aussichtsreicher Position links daneben. Kurz darauf stand Lammert nach Pass von Prigann auf einmal frei vor Baumgart, sein Heber über den Keeper aus 15 Metern senkte sich aber nur von oben auf das Tornetz. Die verdiente Führung ließ nicht lange auf sich warten, eine Lammert-Ecke landete vor den Füßen von Marius Hensch, der aus der Drehung trocken ins kurze Eck eindrosch. Für den Winterneuzugang war es das erste Saisontor, ein wichtiges dazu.

 

Allzu lange währte die Freude aber nicht, denn Eke Agu war nach einem Freistoß zum zweiten Mal zur Stelle, zwar klebte Sager an Agu, dieser sprang aber minimal höher und sein Kopfball senkte sich genau in den Giebel zum 2:2-Ausgleich. Wenig später hatte Agu nach Flanke vom rechten Flügel eine weitere Kopfballgelegenheit, doch dieses Mal konnte Marc Schultz den wenig druckvollen und platzierten Ball mühelos abwehren.

 

Der SCE spielte weiter fleißig nach vorne, doch Hellbrook lag nach 70 Minuten auf einmal in Front. Agu bekam den Ball an der Strafraumgrenze zugespielt, Kägeler und Prigann liefen ins Leere und Agu erzielte mit seinem dritten Treffer per Schlenzer das 2:3. Und es sollte noch dicker kommen, denn im Laufduell Prigann Agu versuchte Eilbeks Innenverteidiger den Ball abzugrätschen, doch Agu war noch irgendwie dazwischen und von der Strafraumkante hob er den Ball zum 2:4 in die Maschen. War dies eine Viertelstunde vor Schluss der K.O. für den SC Eilbek II?

 

Mitnichten! Eilbeks Trainer Torgau stellte auf ein offensives 3-2-3-2 um und Gyasi hatte sofort die Chance zum 3:4, doch am Elfmeterpunkt wurde er in zentraler Position mit einer sauberen Grätsche noch vom Ball getrennt. Fünf Minuten vor dem Ende setzte keiner mehr einen Pfifferling auf den SCE, doch nie müde und mutlos rannte Eilbek das Hellbrooker Tor an. Nach einem Steilpass von Prigann war der eingewechselte Paul Großmann frei durch und behielt vor dem Tor die Nerven, 3:4 (85.). Nur 180 Sekunden später klingelte es schon wieder im Tor von Hellbrook, nach einem Freistoß von Heinrich und einem Beingewirr war der ebenfalls eingewechselte Dennis Dahms der handlungsschnellste und bugsierte das Leder zum 4:4 über die Linie (88.).

 

Was war das für ein dramatisches Fußballspiel? Paul Großmann und Marvin Schuster hatten in der Nachspielzeit sogar noch die großen Chancen auf ein 5:4, doch am Ende blieb es beim 4:4, mit dem beide Trainer nur schwer leben können. Für über weite Strecken überlegene Eilbeker war deutlich mehr drin und der SCE hätte ohne weiteres 6-7 Tore erzielen müssen, Hellbrook-Trainer Patrick Sadownik war ob der späten 4:2-Führung und des Endstandes natürlich ebenfalls bedient. Für den SCE ist es ein Punkt für die Moral und die Tabelle, da alle Verfolger ohne Punkt blieben.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Nils Kägeler (78. Sebastian Helm), Sven Prigann, Sören Sager, Steffen Heinrich – Genia Rubin, David Feldmeier (83. Dennis Dahms) – Marvin Gyasi, Artur Lammert, Marius Hensch (70. Paul Großmann) – Marvin Schuster

 

Tore:

0:1 Eke Agu (9., Kopfball)

1:1 Marvin Schuster (28., Rechtsschuss, Rubin)

2:1 Marius Hensch (55., Linksschuss, Lammert)

2:2 Eke Agu (64., Kopfball)

2:3 Eke Agu (71., Rechtsschuss)

2:4 Eke Agu (75., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:4 Paul Großmann (85., Rechtsschuss, Prigann)

4:4 Dennis Dahms (88., Rechtsschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Ak, Losch

 

Schiedsrichter: Michael Linke (Note 2,5) – Sollte sich dringend eine Digitaluhr zulegen, ansonsten in einer fairen Partie ohne große Probleme. Knifflig einzig die Szene vor Hensch‘ Lattenschuss, wo ein deutliches Halten vorlag.

Fußball 26.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Niederlage in Überzahl

23. Spieltag: SC Eilbek II – VfL Hammonia 1:3 (1:0)

 

Zum ersten Mal musste der SC Eilbek II im Rahmen der Umbauarbeiten ein Heimspiel im Stadion Stephanstraße austragen, wo sonst der TSV Wandsetal zuhause ist. Die Spieler des TSV waren auch gleich zahlreich zu Gast und hofften, dass Eilbek dem Tabellenführer VfL Hammonia ein Bein stellen konnte. Lange Zeit waren dies berechtigte Hoffnungen.

 

Eine lange Zeit ereignisarme erste Halbzeit sollte kurz vor der Pause so richtig in Fahrt kommen. Bis dato kamen nur Dogu, der aus 16 Metern an Schultz scheiterte, und Latz nach einem Freistoß von Heinrich ansatzweise in Tornähe. Nach 40 Minuten musste Hammonia zweimal verletzungsbedingt tauschen, Bitkin und Rolfes konnten nicht weitermachen. In Minute 44 dezimierte sich der Tabellenführer nach einer tölpelhaften Aktion. Einen Meter vor den Augen des guten Schiedsrichters Chrubassik schlug Claudio Gonzalez Przygodda David Feldmeier an der Mittellinie ins Gesicht, der Feldverweis war nur die logische Folge. Schon im Hinspiel war der Chilene bei einer Tätlichkeit gegen Prigann unangenehm aufgefallen, durfte da jedoch ungestraft weiterspielen.

 

Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Eilbek nach Foulspiel an Sebastian Krohn aus 18 Metern zentraler Position eine gute Freistoßposition. Nils Barrasch nahm sich der Sache an und traf ins Torwarteck zur 1:0-Führung des SCE. Zur Pause sah alles nach einer Überraschung aus, Führung und ein Mann mehr.

 

Nach dem Seitenwechsel trat die Elf von Bakary Nije zielstrebiger auf und nutzte die erste richtige Torchance zum Ausgleich. Dogu setzte sich an der Strafraumkante gegen Heinrich durch, seine Hereingabe spitzelte Noah Seidel zwischen Kägeler und Latz aus Nahdistanz in die Maschen.

 

Eilbek schaffte es in Überzahl nicht ein kontrolliertes Spiel aufzubauen und wies im Passspiel eine sehr hohe Fehlerquote auf. Dennoch gab es nach einer Flanke vom linken Flügel die Chance für Burakcan Kurt, der per Volleyabnahme knapp über die Latte zielte. Ansonsten blieb per Strafraum lange für beide Seiten tabu, aus ein paar guten Diagonalbällen gegen eine weit verschiebende Hammonia-Abwehr konnte Eilbek keinen Profit schlagen.

 

Stattdessen leistete man sich Aussetzer in der Defensive, eine 1 gegen 3-Situation konnte Eilbek nicht verteidigen, am Ende der Fehlerkette stand Rubin zu weit von Dogu entfernt, der aus 16 Metern halbrechter Position genau Maß nahm und mit Hilfe des Innenpfostens zur Gäste-Führung traf. Und in Unterzahl hatte Hammonia nicht genug, Noah Seidel erzielte eine Viertelstunde vor Schluss den dritten Treffer mit einem Mann weniger.

 

Trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase muss man konstatieren: mit der Leistung der zweiten Hälfte hatte Eilbek keine Punkte verdient und verpasst damit abermals einen Big Point im Abstiegskampf. Ins Bild passte am Ende noch, dass Verteidiger Genia Rubin nach einer Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen wurde. Einziger Lichtblick: Durch das spielfreie Osterwochenende kann er im nächsten Spiel wieder mitspielen.

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Nils Kägeler, Genia Rubin, Philipp Latz (83. Sebastian Helm), Steffen Heinrich – David Feldmeier – Artur Lammert, Sebastian Krohn, Burakcan Kurt, Marius Hensch (67. Jörn Bengtsson) - Nils Barrasch

 

Tore:

1:0 Nils Barrasch (45., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Krohn)

1:1 Noah Seidel (46., Rechtsschuss, Dogu)

1:2 Hüdayi Dogu (68., Rechtsschuss)

1:3 Noah Seidel (78., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Kurt – Buyukli, Yasini

 

Rote Karten:

Claudio Gonzalez Przygodda (44., Tätlichkeit an Feldmeier)

Genia Rubin (88., Schiedsrichterbeleidigung)

 

Schiedsrichter: Carsten Chrubassik (Note 2,5) – Mit einer klaren, wenn auch sehr kleinlichen Linie. Unstrittig die Feldverweise für Gonzalez Przygodda und Rubin.

Fußball 18.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Zweite Nullnummer gegen Urania

22. Spieltag: SC Urania - SC Eilbek II 0:0

 

Zweites Spiel in der Fremde in Folge für den SCE, diesmal beim SC Urania, der sich wacker auf Platz 6 hält, letzte Aufstiegsbemühungen aber nach der Niederlage in der Vorwoche beerdigen musste. Eilbek muss im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt sammeln, das bittere 2:1 in der Schussminute in Bramfeld war mehr als ärgerlich.

 

An der Habichtstraße machte ein starker Wind ein gepflegtes Fußballspiel fast unmöglich. Schiedsrichter Wilkens vom Escheburger SV fragte die Kapitäne Rychlowski und Sager nach knapp 20 Minuten, ob er das Spiel abbrechen sollte, doch beide Teams wollten trotz der widrigen Bedingungen weitermachen. Urania in der ersten Halbzeit mit starkem Rückenwind, nur selten fand Eilbek konstruktiv aus der eigenen Hälfte heraus. Doch Torchancen gab es für die Hausherren bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts fast keine, lediglich einen zentral geschossenen Freistoß von Happich musste Keeper Marc Schultz abwehren.

 

Die besseren Chancen vor der Pause hatte Eilbek, Krause spielte Barrasch auf dem linken Flügel frei, der fand 16 Metern vor dem Tor in halblinker Position den Abschluss, doch Keeper Malmgren stand seinen Mann und konnte zur Ecke abwehren. Wenig später spielte Eilbek über Barrasch und Lammert einen blitzsauberen Konter, Lammert war 25 Meter vor dem Tor vor Malmgren am Ball, schoss das Leder aber am linken Pfosten vorbei.

 

Beiden Teams machte der enorm starke Wind zu schaffen, bei Urania geriet jeder Steilpass zu lang und bei Eilbek kam jeder lange Ball postwendend noch in der Luft zurück. Für Ästhetiker war dieses Spiel wahrlich nicht gemacht, Laufarbeit und Zweikämpfe prägten das Geschehen.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde die spielerische Qualität etwas höher, Happich brachte freistehend aus 13 Metern zentraler Position nur einen Kullerball zustande, kurze Zeit später scheiterte Mundstock an Marc Schultz, der das Leder aus Nahdistanz noch an den Pfosten lenken konnte. In einer weiterhin offenen Partie hatte Barrasch nach Kombination über Dahms, Feldmeier und Heinrich die Gästeführung auf dem Fuß, doch sein Schuss ging haarscharf am langen Pfosten vorbei.

 

Sieben Minuten vor dem Ende durfte Eilbek dann aber doch jubeln, nach einer Ecke von Heinrich stocherte Kapitän Sager das Leder über die Linie, aber nach kurzer Bedenkzeit entschied Schiedsrichter Wilkens auf Foul von Krause an Malmgren, so dass es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb. Wie schon im Hinspiel sahen die Zuschauer keine Treffer, Eilbek sammelte im Kampf gegen den Abstieg einen wertvollen Punkt, da die Konkurrenz im Keller komplett ohne Zähler blieb.

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Stephan Horn (76. Philipp Latz), Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms (87. Hannes Twardawa) – Jörn Bengtsson (72. Marius Bruchhäuser), David Feldmeier, Fabian Krause, Nils Barrasch – Artur Lammert

 

Tore:

Fehlanzeige

 

Gelbe Karten:

Happich, Uygar - Barrasch, Dahms

 

Schiedsrichter: Philipp Wilkens (Note 3) – In einer fairen Partie kaum gefordert, zückte dreimal unstrittiges gelb für taktische Foulspiele. Nicht geklärt werden kann, ob bei Sagers vermeintlichem 0:1 ein Foul an Keeper Malmgren vorlag.

Fußball 12.03.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Verpfiffen - Last-Minute-KO durch Martin

21. Spieltag: Bramfelder SV II - SC Eilbek II 2:1 (1:0)

 

Nach 92 Tagen Pflichtspielpause war es wieder soweit: nach keiner einzigen Trainingseinheit auf dem Ausweichplatz durfte der SC Eilbek II an der Bramfelder Ellernreihe antreten. Mit ein wenig Personalproblemen – die halbe Mannschaft befand sich im Skiurlaub oder war grippekrank – konnte Trainer Torgau dennoch eine absolut wettbewerbsfähige Elf aufstellen. In der Innenverteidigung musste der SCE improvisieren, Sven Prigann stellte sich an die Seite von Kapitän Sager.

 

Wie schon im Hinspiel (0:0) ging es sofort zur Sache, Schiedsrichter Rosinski war nach gerade einmal 60 Sekunden das erste Mal im Blickpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Gesla und Dehka trat der Bramfelder gegen den am Boden liegenden Dehka nach, doch statt dem berechtigten Platzverweis gab es nur eine Ermahnung. Schon im Hinspiel hatte der BSV nach fünf Minuten eine rote Karte wegen einer Tätlichkeit erhalten und auch hier hätte es soweit sein müssen.

 

Im fußballerischen Bereich hatte Bramfeld im ersten Abschnitt die Oberhand, Eilbek verteidigte arg tief und passiv und konnte sich nur selten befreien. Ein erster Distanzschuss von Tsoutsouras stellte Eilbeks Keeper Simon aber vor keine großen Probleme. Gefährlich wurden die Bramfelder vor allem über die Flügel, wo Oliver Martin und sein Gegenüber auf der linken Seite Michele Windisch einige Meter abrissen und im Dribbling immer wieder gefährlich waren.

 

Für einen kollektiven Herzinfarkt auf der Eilbeker Bank sorgte Sören Sager, der einen Rückpass unbedrängt am weit vor dem Tor stehenden Marco Simon vorbeispielte, zum Glück für den SCE aber auch am eigenen Tor. Nicht einmal ein halber Meter trennte Bramfeld hier von der Führung, die nach einer halben Stunde fallen sollte. Nach sehenswerter Kombination durchs Zentrum brachte Windisch von links eine scharfe Flanke in den Rücken der Eilbeker Verteidigung, am langen Pfosten hatte der eingelaufene Oliver Martin keine Mühe, um aus Nahdistanz das 1:0 für Bramfeld zu erzielen.

 

Eilbek wurde nach dem Rückstand etwas munterer und hatte nach Flanke von Bengtsson durch Bruchhäuser, Feldmeier und Lammert eine Dreifachchance, ein Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelhaft gewesen.

 

In der Halbzeit justierte der SCE seinen Spielaufbau und die offensiven Flügel und war auf einmal die bessere Mannschaft. Bruchhäuser verfehlte aus halbrechter Position den langen Pfosten nur knapp, wenig später war Stopper Schulzke aus sieben Metern gegen Krohn Sieger. Als Eilbek gerade anfing mit der Chancenverwertung zu hadern, fiel nach 57 Minuten der Ausgleich. Eine Hereingabe von Horn legte Krohn mit der Brust für Bruchhäuser ab, dessen Zuspiel fand Bengtsson, der sich fünf Meter vor dem Tor um seinen Gegenspieler drehte und ins kurze Eck zum 1:1 traf.

 

Eilbek hatte nun deutliches Oberwasser und diktierte das Geschehen, Sebastian Krohn wurde acht Meter vor dem Tor von Bramfelds Keeper Schulzke umgenagelt, doch Schiedsrichter Rosinski ließ weiterspielen. Die Eilbeker Bank war derweil außer sich und sollte es nicht zum letzten Mal sein.

 

Beide Teams wollten aus dieser ansehnlichen und stark umkämpften Kreisliga-Partie als Sieger vom Platz gehen und hatten ein offensives Visier aufgesetzt. Michele Windisch traf für Bramfeld aus spitzem Winkel nur den Pfosten, auf der Gegenseite wurde Bengtssons Schuss aus zehn Metern im letzten Moment geblockt.

 

Eilbek bekam in der Schlussphase immer mehr Räume angeboten, und hatte in der 85. Minute die große Chance zur Führung, nachdem der eingewechselte Tohme vom rechten Flügel Lammert bediente, Eilbeks Mittelstürmer wurde 18 Meter vor dem Tor jedoch von hinten in stumpfster Kostic-Manier über den Haufen gerannt. Und wieder blieb Rosinskis Pfeife nach dieser klaren Notbremse stumm. In der griechischen Liga wäre jetzt der Präsident mit der Waffe zum Schiedsrichter gerannt, nicht nur Eilbeks Trainer Torgau war fassungslos über diese Fehlentscheidung. Schiedsrichter-Assistent Yasar Aydin versuchte die Gemüter auf der SCE-Bank zu beruhigen, brauchte dafür all seine Erfahrung und ein wenig Zeit.

 

Zu allem Überfluss traf Bramfeld nach einem eigentlich ungefährlichen langen Ball in der Schlussminute zum Sieg. Oliver Martin setzte sich gegen Prigann und Horn, der sich noch über einen Ellenbogeneinsatz von Martin beklagte, durch und traf zum 2:1 ins lange Eck. Kollektiver Jubel beim BSV, blankes Entsetzen beim SCE. Eine bärenstarke zweite Halbzeit wurde nicht belohnt, eine Punkteteilung wäre nach diesem Klassefight mindestens berechtigt gewesen.

 

Gepunktet werden muss nun in der kommenden Woche beim SC Urania an der Habichtstraße, bei denen Torwart Frank Hertwig nach einem Platzverweis gegen den Walddörfer SV fehlen wird.

 

Aufstellung:

Marco Simon – Stephan Horn, Sven Prigann, Sören Sager, Steffen Heinrich – Pedram Dehka (70. Hannes Twardawa) – David Feldmeier (87. Marius Hensch), Marius Bruchhäuser (78. Kassem Tohme), Sebastian Krohn, Jörn Bengtsson – Artur Lammert

 

Tore:

1:0 Oliver Martin (32., Rechtsschuss, Windisch)

1:1 Jörn Bengtsson (57., Rechtsschuss, Bruchhäuser)

2:1 Oliver Martin (90., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Gesla, Martin – Prigann, Bruchhäuser, Dehka, Horn, Feldmeier, Lammert

 

Schiedsrichter: Dennis Rosinski (Note 6) – Eigentlich mit einer guten Spielleitung in einer intensiven Partie, vor allem mit guter Vorteilsauslegung. Benachteiligte den SCE in drei Schlüsselszenen: vergab für die Tätlichkeit von Gesla in der zweiten Minute keinen Platzverweis, untersagte Eilbek einen Strafstoß nachdem Schulzke Krohn abräumte und sah auch die glasklare Notbremse an Lammert nicht (85.).

Fußball 01.03.2018 von Thorsten Hirschberg

Generalabsage des HFV

Für dieses Wochenende sind vom HFV alle Punkt- und Freundschaftsspiele abgesagt worden.

Der Ball ruht also bis nächste Woche.

Fußball 30.01.2018 von Monika Bohlin

Es ist mal wieder ENDRUNDEN - FINAL - ZEIT bei den SCE-Mädchen!!

Tolle Leistung, starke Gegner und: unsere B- und C-Mädchen stehen wieder im Finale um die Hamburger Futsal-Meisterschaft!!
Gratulation an unsere Mädchen und Erfolgstrainer Ali Jbara und Tony Mikkelsen!!
Im letzten Jahr als B-Mädchen kann Trainer Ali auf mittlerweile 8 Final-Teilnahmen schauen! Ein riesiger Erfolg für ihn und die Mädels!!
Von Anfang an dabei sind auch seine beiden Töchter Ranya und Yara.
Trainer Tony ist seit seinem Wirken im SCE auch jedes Jahr in der Finalrunde gewesen und hat diese Leistung mit 2 Hallenmeisterschaftstiteln noch getoppt! Auch hier ist seine Tochter Angelina von Beginn an dabei!!

Die Finalrunde beider Teams findet am Samstag, den 03. Februar 2018 in der
Johannes-Brahms-Halle
Fahltskamp 36
25421 Pinneberg

Unsere C-Mädchen starten um 10:00 Uhr und spielen gegen SC Victoria, HTB, SC Nienstedten, Komet Blankenese 2. und VfL Pinneberg.

Unsere B-Mädchen dürfen ab 15:00 Uhr gegen SC Condor 1., SC Condor 2., Walddörfer SV, Komet Blankenese und HTB ran.

Platz 1 und 2 der jeweiligen Altersgruppe nehmen an der Norddeutschen Futsalmeisterschaft 2018 am 24.02.2018 (C-Mädchen) und 25.02.2018 (B-Mädchen) in Salzhausen teil.

Auch wenn es außerhalb Hamburgs statt findet freuen sich die Mädels über jegliche Unterstützung!!

Fußball 29.01.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: 8:2-Sieg im Testspiel

Im ersten Testspiel des Jahres gewann der SC Eilbek II beim FTSV Lorbeer aus der Kreisliga-Parallelstaffel 4 mit 8:2 (1:1). Die Tore für ein glänzend aufgelegten SCE erzielten Artur Lammert (4), Sven Prigann, Kassem Tohme, David Feldmeier und Stephan Horn.

Fußball 19.12.2017 von Monika Bohlin

Das 2.Fußballhalbjahr 2017

hat uns viele Erlebnisse in unserem SCE gebracht. Siege, Niederlagen, Unentschieden, neue Spielerinnen, tränenreiche Abschiede und immer wieder die Erkenntnis, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist!

Nach den Sommerferien starteten wir mit 2 Frauen-, 1 B-, 1 C-, 1 D-, 1 F- und 1 G-Team.
Die Trainingstage Montag, Mittwoch (hier trainiert die Alte Herren) und Freitag sind mit Mädchen- und Frauenteams "besetzt".
Leider sind auf Grund der Witterung und des mittlerweile sehr schlechten Grandplatzes viele Trainingszeiten ausgefallen - Alternativen gab es leider nicht. Das wird im neuen Jahr ca. im 2. Quartal besser, denn aktuell wird unser ehrwürdiger Grand in einen Kunststoffrasen umgebaut.
Bis dahin wird auf der Stephanstraße trainiert und dort (Frauen) und auf dem Sportplatz am Neumarkt (Mädchen) gespielt.

Unsere 1.Frauen überwintern in der Bezirksliga auf einem guten 3. Tabellenplatz und verabschiedete sich am Sonntag mit einer sehr knappen 2:3 Niederlage im ODDSET-Pokal gegen das Landesligateam von Union Tornesch. Das Siegtor fiel in der 89. Spielminute, nachdem unsere Eilbekerinnen ein 0:2 aufgeholt hatten.

Unsere 2.Frauen sind in ihrem 1.Jahr auf dem 11er Feld mit einem stotternden Motor gestartet, hatten ab und zu Unterstützung von der 1. Frauen und überwintern auf dem 7. Tabellenplatz in der Kreisliga 3.

Beide Teams nehmen am 5. HFV Futsal-Cup der Frauen teil. Hierbei haben unsere 2. Frauen am Sonntag gerade die Runde 2 erreicht! GLÜCKWUNSCH dazu!!

Unsere B-Mädchen (2002-2000) hatten auf Grund von Spielerinnenmangels nicht Verbandsliga, sondern für die stärkste 11er Feld Kreisliga gemeldet - diese Entscheidung ist nicht leichtgefallen, zeigt doch die aktuelle Tabelle mit der erreichten Staffelmeisterschaft (GLÜCKWUNSCH!!), dass dieses Team bei einer höheren Anzahl an Spielerinnen auch in der Verbandsliga hätte mitspielen können. Aber es gibt neben der Staffelmeisterschaft noch 2 sehr positive Meldungen: zum einen hat sich der Kader mittlerweile erhöht und das Erreichen des Halbfinals im ODDSET-Pokal wurde am Samstag schwer auf 7er Feld beim Niendorfer TSV mit einem 2:1 Sieg erkämpft! Auch hier unseren herzlichen Glückwunsch dazu!!
Im Winter spielt dieses Team auch in der Halle um die Futsal-Meisterschaft.

Unsere C-Mädchen (2005-2003) spielen im 2. Jahr in der Verbandsliga und konnten nach anfänglichen Problemen so allmählich zur alten Stärke zurück finden. Auf einem guten 7. Platz wird überwintert und gerade dieses Team und Trainer freuen sich so richtig auf den Kunstrasen!
Auch dieser Jahrgang hatte die Chance auf den Einzug ins Halbfinale im Pokal, musste sich aber auf hohem Niveau und in der Verlängerung dem Staffelkonkurrenten vom Farmsener TV knapp mit 2:3 geschlagen geben. Trotzdem eine tolle Leistung zu den 8 besten Pokal-Teams in Hamburg zu gehören!! Glückwunsch dazu!!
Im Winter spielt dieses Team auch in der Halle um die Futsal-Meisterschaft.

Unsere D-Mädchen (2006-2007) zählen in diesem Jahrgang zur jüngeren Generation, d.h., dass sie auch gegen Jahrgang 2005 spielen. In dieser Saison ist lernen angesagt und nichts anderes! Und genau aus diesem Grund wurde in die stärksten 7er Staffel gemeldet und ein toller 4. Platz erreicht!! Glückwunsch dazu!!
Im Pokal war beim Staffelkonkurrenten und -Meister vom HEBC kurz vor dem Viertelfinale Schluss - es wurde 0:2 verloren.
Die Hallenmeisterschaft ist in vollem Gange und nach 9 Spielen steht dieser Jahrgang auf einem tollen 8.Platz von 16 Teams!

Unsere F-Mädchen (2009-2010) steigern sich von Spiel zu Spiel, im Feld in Turnierform und in der Halle. Hier sind so einige Talente am Werke, die behutsam aufgebaut werden. Mittlerweile spielt dieses Team im 3.Jahr zusammen, ist eine Einheit und besonders beim Hinaustragen des Maskottchens "Jogi-Bär" aus dem eigenen Tor im Wettrennen.

Unsere G-Mädchen (2011-2012) sind im Aufbau und einige Spielerinnen haben bereits in der F-Mädchen mitgespielt. In der Herbstsaison haben wir hier als G gespielt und schöne Turniere gespielt. Leider gibt es in Hamburg aktuell zu wenig G-Teams, so dass keine Hallenrunde zustande kam.
Dafür versuchen wir einige Spielerinnen in der F und mit Freundschaftsturnieren (z.B. Oldesloe im Februar 2018)) zu beschäftigen.

Im Aufbau befinden wir uns bei einem E-Mädchenteam (2008): das erste Training wird am Freitag, den 12.01.2018 von 16-17 Uhr in der Sporthalle Schellingstraße statt finden.

Mein großer Dank gilt unseren Gönnern und Förderern des Frauen- und Mädchenfußballs im SCE! Durch Euch sind so manche Wünsche in Erfüllung gegangen!

Und natürlich bedanke ich mich aufs Herzlichste bei allen Trainerinnen und Trainer, sowie Betreuerinnen und Betreuern:
Andy, Mathe, Rüdiger, Conny, Ali, Rabea, Tony, Anna, Heidrun, Yara, Dürüye, Laura, Mara, Nicole und unserer Torwarttrainerin Kerstin!

Allen Eltern, Mädchen, Gönnern und die eben geschriebenen Mitstreiterinnen und Mitstreitern wünsche ich ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest! Für 2018 wünsche ich Euch ALLEN viel Gesundheit, tolle Erlebnisse und mögen alle Eure Wünsche/Pläne/Vorstellungen in Erfüllung gehen!!

Eure Moni

 


 

Fußball 14.12.2017 von N/a

1.D-Junioren (2006/2007): Die Baustelle hat begonnen

Die Bagger sind da und der Umbau zum Kunstrasen beginnt.

 

WIR FREUEN UND AUF DIE GRÜNE FICHTE !!!!

 

Fußball 11.12.2017 von Klaus Torgau

LIGA2: Letztes Spiel an der Fichte - SCE II unterliegt Schanze

15. Spieltag: SC Eilbek II – SC Sternschanze IV 0:2 (0:1)

 

Es war nun endlich so weit, der SC Eilbek erhält einen Kunstrasen und dem SCE II fiel die Ehre zuteil, das letzte Spiel auf dem altehrwürdigen Grandplatz an der Fichtestraße zu absolvieren. Platzwart Matthias Behn hatte mit seinem Kreidewagen ein großes „bye bye“ auf den Platz gekreidet, Präsident Christian Aschik gab in der Kabine vor Anpfiff noch ein paar emotionale Worte von sich. Mit Würde und einem Sieg wollte man sich vom Grand verabschieden, ehe am Montag der Umbau startet und ab Mittwoch die Bagger rollen.

 

In einer 433-Grundformation erspielte sich Eilbek früh erste Gelegenheiten, Artur Lammert scheiterte aussichtsreich an Keeper Hannes Meier, nur wenig später verzog Haakon Hansen aus der zweiten Reihe. Die Gäste waren auf Konter ausgerichtet, hatten lange Zeit aber keine Torchance vorzuweisen. Stattdessen schoss Schuster mit links nach Vorlage von Lammert am leeren Tor vorbei. Eine Eilbeker Führung wäre früh verdient gewesen, doch auch Singhs Schuss aus 20 Metern traf nicht das Tor.

 

Als Mitte der ersten Hälfte erneut Lammert und Schuster gute Möglichkeiten vergaben hätte sich der Gast bis dahin nicht über einen Zwei-Tore-Rückstand beschweren dürfen. Doch im Fußball kommt vieles anders und mit dem ersten Schuss aufs Eilbeker Tor ging Sternschanze kurz vor dem Seitenwechsel. Nach einem Konter legte Holkenbrink den Ball zurück auf Fabian Hielscher, der auf halblinker Position mit einem sehenswerten Schlenzer mit dem linke Fuß ins lange Eck erfolgreich war. Torhüter Marco Simon in seinem zweiten Spiel für den SCE war völlig chancenlos.

 

Auch nach der Pause war Eilbek bei klirrender Kälte die Mannschaft mit den besseren Gelegenheiten, doch das Tor machten die Gäste. Nach einer Ecke sprang Kapitän Sebastian Helm unter dem Ball hindurch, Hansen ließ Shamo Haji ziehen und so konnte der 1,70 Meter große Shamo Haji aus fünf Metern zentraler Position völlig unbedrängt zum 0:2 einköpfen.

 

Die Eilbeker Moral war damit aber noch nicht gebrochen, Prigann setzte Singh in Szene, der im Eins-gegen-Eins gegen Meier den Kürzeren zog. Kurz darauf war wieder Meier mit seinen Fingerspitzen am Ball und konnte einen Freistoß von Artur Lammert an die Latte lenken. Sternschanzes Fänger mutierte in dieser Phase zum Matchwinner, auch gute Kopfballgelegenheiten von Schuster und Latz nach Flanken von Singh und Heinrich parierte der erst 18-jährige Schlussmann.

 

Der Ball wollte heute nicht über die Linie rollen, auch als nach einer Ecke ein Getümmel im Fünfmeterraum entstand, war wieder eine Sternschanze-Fußspitze schneller als die des SCE. In einer mäßigen Kreisliga-Partie muss sich der SCE den Vorwurf gefallen lassen seine Gelegenheiten nicht genutzt zu haben und muss sich nicht nur beim Gegentor zum 0:2 deutlich hinterfragen. Mit einer Niederlage verschiedet sich der SCE den Grandplatz und sich selbst in die Winterpause.

 

Aufstellung:

Marco Simon – Philipp Latz, Tobias Marschler, Sebastian Helm, Steffen Heinrich – Haakon Hansen, Dennis Dahms (69. Paul Großmann), David Feldmeier (61. Sven Prigann) – Artur Lammert, Marvin Schuster, Amritpal Singh

 

Tor:

0:1 Fabian Hielscher (42., Linksschuss)

0:2 Mahli Shamo Haji (66., Kopfball)

 

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Hansen – Holkenbrink, Azizi

 

Schiedsrichter: Thomas Sieg (Note 3) – Sicherer Leiter einer fairen Partie.

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